Schalke-Vorstand Christian Heidel: "Der FC Bayern müsste schon sehr viele Fehlentscheidungen treffen"

Derzeit liegt Schalke 04 in der Bundesliga satte 20 Punkte hinter Bayern München. S04-Vorstand Heidel glaubt, dass die Dominanz der Bayern weitergeht.

Christian Heidel geht davon aus, dass sich die Dominanz des FC Bayern im deutschen Fußball fortsetzen wird. Der Sportvorstand des FC Schalke 04 ist der Meinung, dass der Rekordmeister auch in naher Zukunft die klare Nummer eins bleiben wird.

"Es ist Fakt, dass der FC Bayern in allen Bereichen der Konkurrenz weit voraus ist. Das haben sie sich erarbeitet. Bayern muss schon sehr viele Fehlentscheidungen treffen, zum Beispiel beim anstehenden Umbruch des Kaders, und die Konkurrenten dahinter müssen fast alles richtig machen, damit dieser Vorsprung schmilzt. Ich befürchte, dass diese Dominanz erst mal so weitergeht", sagte Heidel dem Kölner Stadtanzeiger.

Heidel kritisiert Preisgelder: "Das ist ein Kreislauf"

Das Hauptproblem sieht der 54-Jährige allerdings nicht in der Bundesliga, sondern in der Champions League. Der Unterschied zwischen den Einnahmen in der Königsklasse und in der Europa League sei einfach zu groß.

"Wenn du einmal die Champions League verpasst, fehlen dir gleich 30 bis 40 Millionen Euro, während die Bayern sogar noch deutlich mehr einnehmen. Das ist ein Kreislauf. Wenn jemand den Bayern doch mal gefährlich wird, dann kaufen sie demjenigen die besten Spieler weg. Dortmund hat das erfahren müssen. Auch wir verlieren mit Leon Goretzka unseren Besten an die Bayern", so Heidel.

Christian Heidel macht dem FC Bayern keinen Vorwurf

Einen Vorwurf macht der langjährige Macher des FSV Mainz 05 den Bayern deshalb nicht. Er würde an Stelle des Rekordmeisters genauso handeln. Es gibt laut Heidel für die Vereine dahinter aber dennoch eine Chance, um erfolgreich zu sein.

"Die wichtigste Personalie in einem Verein ist für mich die des Trainers. Da hatte zum Beispiel der BVB mit Jürgen Klopp einen der besten Trainer der Welt. Jürgen kam 2008, da stand der BVB mit dem Rücken zur Wand. Drei Jahre später war Dortmund Meister. Jürgen war dort innovativ und hat etwas entwickelt", sagte der Funktionär.