Schalke trotz großer Sorgen "euphorisch"

Trotz Verletzungssorgen und fehlender Neuzugänge soll Bundesliga-Schlusslicht Schalke 04 "euphorisch" in den Kampf gegen den Abstieg gehen. "Wir haben nichts zu verlieren", sagte Trainer Thomas Reis vor dem Wiederbeginn am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt: "Der Kader ist nicht auf Rosen gebettet, aber die Mannschaft ist noch enger zusammengerückt."

Andere Klubs seien "qualitativ besser aufgestellt", meinte der Coach und forderte von seinen Spielern: "Man muss aggressiv sein, eklig sein, jedes Spiel wie ein Pokalspiel sehen."

Die lange Winterpause lief bei den Königsblauen nicht nach Wunsch: Stammspieler wie Sebastian Polter und Alex Kral fallen langfristig aus, andere wie Rodrigo Zalazar sind noch nicht wieder fit. Zudem muss Mittelfeldspieler Dominick Drexler (Corona) wahrscheinlich passen. Bei dem erkrankten Abwehrspieler Marcin Kaminski und dem angeschlagenen Angreifer Marius Bülter sieht es dagegen besser aus.

Zudem wartet Reis noch immer auf die versprochenen Verstärkungen vor allem in der Offensive. Nach dem geplatzten Transfer von Tim Skarke (Union Berlin) ist der Schweizer Michael Frey (Royal Antwerpen) erster Kandidat für den arg dezimierten Sturm. "Er wäre im Saft", sagte Reis, "vielleicht können wir ihn noch begrüßen."

Er habe sich den "einen oder anderen Spieler gewünscht", berichtete  Reis, "aber es ist kein Wunschkonzert." Geplante Transfers hätten sich aus "verschiedenen Gründen" zerschlagen. "Ich habe aber die Hoffnung, dass noch Spieler dazukommen", sagte er. Trotz aller Probleme sei sein Ziel "der direkte Klassenerhalt". Schalke liegt nach 15 Spielen fünf Punkte hinter Rang 15.