Schalke-Profi Tim Latka gibt FIFA-Tipps

Maximilian Eichgrün, Danny Singer
Über den Knappen-Cup spielte sich Tim "Tim Latka" Schwartmann ins Sichtfeld der Verantwortlichen beim FC Schalke 04.

Eigentlich heißt er Tim Schwartmann. In der eSports-Szene kennen ihn allerdings alle als Tim Latka. Der 19-Jährige aus Gladbeck ist FIFA-Profi beim FC Schalke 04, ein Senkrechtstarter, der sich in kurzer Zeit zu einem der besten Spieler Deutschlands entwickelt hat.

Im Interview stand Tim "Tim Latka" Schwartmann (19), FIFA-Profi beim FC Schalke 04, SPORT1 Rede und Antwort. Im zweiten Teil des Interviews spricht er unter anderem über FIFA 18 und die EA-Server.

SPORT1: Was hältst du vom Spiel?

Tim Latka: Es ist eigentlich ein ganz normales FIFA, aber trotzdem ein Stück besser als FIFA 17. Ich mag vor allem, dass die Kurzpässe jetzt ein bisschen stärker sind. Das passt zu meinem Spielstil. Dann kommen noch inhaltliche Kleinigkeiten dazu, die noch ein Stückchen besser sind als im letzten Teil.


SPORT1: Gorilla hat sich ja zuletzt negativ über das Spiel geäußert. Kannst du trotzdem nachvollziehen, dass er keine Lust mehr darauf hat?

Latka: Ja. Ich glaube es ging ihm gar nicht so sehr darum, dass das Spiel schlecht ist, sondern eher um die Weekend League und vor allem die Server. Was viele Profis momentan erleben und was ich auch nicht gut finde, ist, dass sich das Spiel zu jeder Uhrzeit ein bisschen anders spielt. Mal ist es deutlich langsamer, mal deutlich schneller, je nach Serverauslastung. Dem Laien fällt das vielleicht nicht so auf, aber uns Profis nervt das extrem.

SPORT1: Hast du neben den Serverproblemen, die schon seit langer Zeit immer wieder kritisiert werden, Verbesserungsvorschläge und Features, die du dir von EA SPORTS für FIFA wünschen würdest?

Latka: Es gibt leider immer wieder Glitches. Zurzeit gibt es auch wieder einen: Spieler können in FUT Champions das Spiel auf eine bestimmte Art und Weise verlassen und verlieren dadurch das Spiel nicht. Es wird zwar daran gearbeitet seitens EA und die Spieler werden auch oft gebannt, aber leider treten diese Probleme immer wieder auf. Im Großen und Ganzen bin ich aber voll zufrieden mit dem Spiel. Das sind dann auch Kleinigkeiten.

SPORT1: Kürzlich kam das Team of the Year  in FIFA Ultimate Team heraus. Welche Spieler findest du da am besten?

Latka: N'Golo Kanté ist, finde ich, der Spieler bei dem man am ehesten merkt, dass er eine Team of the Year-Karte hat. Klar, am besten ist wahrscheinlich immer noch der TOTY-Cristiano Ronaldo. Aber der Unterschied zwischen der normalen Karte und der TOTY-Version ist auf jeden Fall bei Kanté am größten. Ich habe mich deshalb sehr über die Karte gefreut und bin auch bisher positiv überrascht.


SPORT1: Was kannst du weniger erfahrenen FIFA-Spielern für Tipps geben, wenn sie sich verbessern wollen?

Latka: Auf jeden Fall sollte man Spaß am Spiel haben. Das ist das A und O. Je mehr Spaß man hat, desto mehr kann man sich verbessern. Ich kann noch dazu raten, die eigenen Spiele mal aufzunehmen und bei seinen Toren oder Gegentoren mal zu schauen: Was habe ich gut gemacht? Wo war der Fehler? Dann sollte man daran arbeiten, diese Fehler abzustellen und das, was gut geklappt hat, zu wiederholen. Irgendwann greifen dann Automatismen. Man sollte möglichst immer gegen Spieler auf dem gleichen oder auf einem höheren Niveau spielen. Da bietet FUT Champions ja eine gute Möglichkeit zum Trainieren.

SPORT1: Gibt es Taktiken oder Formationen, die du Anfängern empfehlen würdest?

Latka: Ich kann jedem Spieler raten, eine breite und eine enge Formation zu haben, zwischen denen man im Spiel auch wechseln kann. Ein Beispiel ist das 4-1-2-1-2 mit der engen Raute. Die Formation wird sehr sehr oft gespielt, weil sie einfach extrem gut ist mit dem Kurzpassspiel durch die Mitte. Wer lieber über die Außen kommt, kann das breite 4-2-3-1 zum Beispiel nehmen. Dazu kann ich nur raten, dass man mal mit einer engen, mal mit einer breiten Formation spielt und ein bisschen variiert.