Schalke-Boss Clemens Tönnies: "Markus Weinzierl? Mussten uns schämen"

Schalke-04-Boss Clemens Tönnies hat bei Coach Domenico Tedesco ein gutes Gefühl. Für Ex-Trainer Markus Weinzierl hat er keine warmen Worte übrig.

Der FC Schalke 04 startet mit Domenico Tedesco in eine neue Zeitrechnung. Das hofft zumindest der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies. Er hofft zudem, bald große Transfer realisieren zu können.

"Ich gebe die Hoffnung nicht auf, die Schale irgendwann in den Händen zu halten", stellt Tönnies im Interview mit der Sport Bild fest. Der Schalke-Boss macht aber auch deutlich, dass das vorerst nicht das Ziel seines Klubs sein kann. Vielmehr spricht er von Europa.

Tönnies prophezeit: "Wir werden wieder international spielen." Entscheidend für dieses Selbstbewusstsein ist Neu-Trainer Domenico Tedesco: "Ihn zu verpflichten, ist eine spannende und gute Entscheidung gewesen. Wir brauchten jemanden, der uns über die Leistung wieder dorthin bringt, wo wir hin gehören."

Weinzierl-Saison für Tönnies "abgehakt"

Der "absolute Wille und die absolute Leistungsbereitschaft" würden Tedesco auszeichen. Tönnies ist angetan: "Er würde überall Karriere machen - nicht nur im Sport." Ähnliche Worte hörte man auch vor der letzten Saison zum damaligen Trainer Markus Weinzierl.

Das ist Tönnies bewusst. Er ordnet aber ein: "Mannschaft und Trainer haben die PS nicht auf die Straße bekommen. Wir mussten uns für das ein oder andere Spiel schämen. Aber die vergangene Saison ist abgehakt, sonst kriege ich noch Magenschmerzen."

Tönnies will höheres Budget und teure Transfers

Gemeinsam mit Sportdirektor Christian Heidel soll Schalke mittelfristig wieder zu altem Glanz zurückkehren. Tönnies Ziel ist klar: "Auch unsere Spirale dreht sich weiter nach oben. Wir müssen in der Lage sein, uns auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Mannschaft leisten zu können."

Dementsprechend spricht Tönnies gar von Transfers in Höhe von 40 oder 50 Millionen Euro: "Dafür müssen wir uns wirtschaftlich vorbereiten. Denn die Entwicklung geht weiter." Vorerst ist das Ziel aber, das Gehaltsbudget von 85 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro zu erhöhen.