Schaffner-Aktie: 4 Gründe, warum selbst Elon Musk neidisch werden könnte

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autonome Mobilität
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Neues Jahr, neues Auto? Hast du auch schon daran gedacht, auf ein E-Auto umzusteigen? Spare dir besser diesen Konsum und investiere dein Geld in solche Unternehmen, die vom E-Auto-Boom profitieren. Sicherlich fallen dir hier als erstes Tesla (WKN: A1CX3T) oder Volkswagen (WKN: 766403) ein. Ich aber habe heute einen Geheimtipp für dich, der dir rund 40 % Kursrendite bringen könnte: den Elektro-Experten Schaffner (WKN: 914783) aus der Schweiz.

Gegründet wurde das Solothurner Unternehmen von Hans Schaffner, der 1962 aus den USA zurückkehrte und mit vier Personen das Ingenieurbüro für angewandte Elektronik eröffnete. Weil er den ersten EMV-Netzfilter baute, gilt er als Pionier auf diesem Gebiet. Diese Pionierrolle macht Schaffner auch heute noch kaum jemand streitig. Zurzeit kostet die Schaffner-Aktie 314 Euro (Stand: 5. Januar 2022). Eine Kursrendite von 40 bis 50 % ist aus meiner Sicht möglich. Und das hat mehrere Gründe.

Das Geschäftsmodell von Schaffner steht auf zwei soliden Beinen

Schaffner entwickelt zum einen kundenspezifische Produkte. Zum anderen können diese Produkte zu neuen Standards reifen. Diese produziert und vertreibt Schaffner im zweiten Schritt.

Schaffner ist eine renommierte Marke am Markt. Die hohe Reputation stärkt die Marktposition. Auf dem Gebiet der EMV-Filter ist Schaffner mit 30 % Anteil Marktführer weltweit.

Doch was sind EMV-Filter überhaupt?

EMV-Filter sind Halbleiter. Es gibt sie in ein- und mehrstufiger Ausführung. Sie sorgen dafür, dass sich elektrische Geräte am Stromnetz nicht gegenseitig stören.

Die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ist heute ein unverzichtbares Qualitätsmerkmal jedes elektronischen Geräts – auch in der Medizintechnik. Die Konformität der Geräte mit den Schutzzielen der EMV-Richtlinie muss vom Hersteller durch eine Konformitätserklärung sowie die Anbringung des CE-Kennzeichens auf dem Gerät und auf der Verpackung erklärt werden. Dadurch übernimmt er die Verantwortung für die Einhaltung der jeweiligen Störaussendungs- und Störfestigkeitsanforderungen.

Schaffner stellte sich 2021 neu auf

Das Management um CEO Marc Aeschlimann verkaufte die Magnetik-Sparte an die AQ Group. Der Verkaufspreis von 22,4 Mio. Schweizer Franken bei einem Umsatz von 44 Mio. Schweizer Franken zeigt uns Fools, dass dieses Geschäft nie richtig in Schwung kam.

Lange Zeit war die Sparte betroffen von verzögerten Projekten. Trotz einer guten Projektpipeline herrschte in den Absatzmärkten Zurückhaltung. Dies führte zu einem Umsatzrückgang um 15,2 %.

Der Verkauf hatte Folgen für die gesamte Struktur. Seit dem 1. Oktober 2021 heißt die bisherige EMV-Sparte nun Industrial Division. Sie zielt auf Märkte wie Maschinen und Robotik, Medizintechnik, Gebäudetechnik und elektrische Infrastruktur. Die Leitung übernimmt CEO Marc Aeschlimann zusätzlich zur Gesamtleitung. Guido Schlegelmilch, der bisherige Chef der EMV-Sparte, tritt aus der Gruppenleitung aus und übernimmt den neu geschaffenen Bereich Products & Technologies, der Forschung und Entwicklung sowie das Produktmanagement für die Industrial Division umfasst.

E-Mobilität kann das Geschäft kräftig anschieben

Mit der Komplexität der Elektronik in E-Autos und Ladesäulen steigt auch der Bedarf nach EMV-Filtern. Schaffners Filter gegen elektromagnetische Störungen werden sowohl im Fahrzeug als auch in Ladestationen verbaut. Mit Letzteren erzielt Schaffner rund 1 Mio. Schweizer Franken Umsatz.

Laut Schätzungen von Bloomberg werden bis 2040 weltweit über 300 Mio. neue Ladestationen für Wohngebäude, in öffentlichen Bereichen, für das Schnellladen und Fahrzeugflotten benötigt.

Hinzu kommen Investitionen in das Stromnetz und in die Stromproduktion. Der Vermögensverwalter Schroders hat ausgerechnet, dass der Bruttogewinn der Hersteller 30 bis 80 Mrd. US-Dollar betragen wird. Das Potenzial sei „unglaublich offensichtlich“.

Auch Deutschland benötigt mehr Ladesäulen

Hierzulande waren am 1. Oktober 2021 insgesamt 22.685 Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Betrieb, die das Anzeigeverfahren der Bundesnetzagentur abgeschlossen hatten. Im Vergleich zum September 2021 entspricht das einem Zuwachs von rund 200 Ladesäulen. Die meisten Ladesäulen befinden sich im Bundesland Bayern.

Welche Rendite ist mit der Schaffner-Aktie möglich?

Ich rechne damit, dass der Free Cashflow bis 2031 um 5 % per anno steigen wird. Damit liegt der faire Wert heute bei rund 483 Euro. Auf Grundlage dieser Annahme ist die Aktie deutlich unterbewertet. Ein Kursgewinn von 40 bis 50 % liegt im Bereich des Möglichen.

Auf die Dividende solltest du dich bei Schaffner nicht verlassen

Wie du im folgenden Diagramm siehst, entwickelt sich die Dividende sehr volatil. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei 2,77 %. Das ist in Ordnung und ein schönes Bonbon, während du auf weiteres Wachstum wartest. Aber blind vertrauen darauf würde ich nicht an deiner Stelle.

Schaffner
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Der Artikel Schaffner-Aktie: 4 Gründe, warum selbst Elon Musk neidisch werden könnte ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla und Volkswagen AG.

Motley Fool Deutschland 2022

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