Schadstoffe: Messgerät schlägt im Schießstand an: Polizisten verunsichert

Polizeischüler müssen regelmäßig ihr Training auf einem der Schießstände der Landespolizeischule in Berlin absolvieren

Kaum hat sich die Schießstand-Situation bei der Berliner Polizei mit der Wiederaufnahme des Trainings in Wannsee etwas entspannt, gibt es bei den Beamten neue Verunsicherungen. Auf der Anlage wurde ein Schießtraining mit Pistolen und Maschinenpistolen von einem Ausbilder wieder abgebrochen, weil ein portables Kohlenmonoxid-Messgerät Alarm geschlagen hatte. Laut einem internen Bericht klagten einige Polizisten über Kratzen im Hals. Die Beamten sind nun verunsichert.

Dabei hätte es gar nicht so weit kommen müssen, sagen die Betreiber der Anlage. "Bei dem Vorfall handelt es sich um einen ganz normalen Vorgang, zu dem es bei Inversionswetterlagen kommen kann", sagt Rechtsanwalt Markus Hennig der Berliner Morgenpost auf Nachfrage. Der Anwalt vertritt den DEVA Schießstand Berlin-Wannsee. "Kohlenmonoxidwarnmessgeräte, die extra zum Schutz der Polizeibeamten eingesetzt werden, messen die Kohlenmonoxid-Belastung (CO) und geben Signal, wenn die Werte ansteigen. Diese befanden sich aber noch in einem absolut normalen und unbedenklichen Rahmen", sagt Hennig. "Das hat der Arbeitsschutz auch vor Ort vorsorglich geprüft und bestätigt", so Hennig weiter. "Jeder Polizeibeamter, der in der Mitte Berlins beim Ausfall einer Ampel den Verkehr regeln muss, ist einer wesentlich höheren CO-Belastung ausgesetzt. Das Training hätte nicht abgebrochen werden müssen, zumal es versäumt worden ist noch eine zweite und dritte Messung durchzuführen."

Bei der Berliner Polizei sagt man, dass der Schießtrainer de...

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