Schadstoffbelastung: Staatsanwaltschaft sichert Beweise in Berliner Schießstand

Die Schießanlage an der Bernauer Straße

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Schießhallen an der Bernauer Straße in Mitte durchsucht. Gemeinsam mit Landeskriminalamt und Spezialisten wurden am Dienstag vor Ort Beweise gesichert. Grund sind die Ermittlungen im Schießstand-Fall. "Die Ermittler waren vor Ort. Es erfolgte eine ergänzende Beweissicherung", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der Berliner Morgenpost.

Bei der Ermittlungsbehörde waren mehrere Anzeigen eingegangen. Es geht um Körperverletzung im Amt. Ermittelt wird gegen Vizepolizeipräsidentin Margarete Koppers und gegen den ehemaligen Polizeipräsidenten Dieter Glietsch. Beide sollen von den Schadstoffbelastungen gewusst, aber nichts unternommen haben. So lautet der Vorwurf.

Nun werden die Schießanlagen saniert. Es gab Befürchtungen, dass damit auch Beweismittel vernichtet werden. Die Arbeiten an der Bernauer Straße haben diese Woche begonnen. Die Beweissicherung vor Ort fand also in "letzter Sekunde" statt.

Dass Vizepolizeipräsidentin Koppers trotz der Ermittlungen zur Generalstaatsanwältin ernannt werden soll, sorgt für heftige Diskussionen. Erstmals soll mit ihr eine Frau den Posten des Chefanklägers bekommen. Der rot-rot-grüne Senat folgte Anfang des Monats dem Vorschlag von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne), Margarete Koppers als neue Generalstaatsanwältin einzusetzen.

Aus der Opposition gibt es seit Monaten Kritik an Koppers

Wegen ihrer mutmaßlichen Untätigkeit in der Causa Schießstände hagelt es jedoch seit Monaten Kritik aus der Opposition. "...

Lesen Sie hier weiter!