Schaaf liebäugelt mit Rückkehr und stärkt Nouri

Martin van de Flierdt
Thomas Schaaf liebäugelt mit einer Rückkehr nach Bremen

Die Fans von Werder Bremen dürfen sich Hoffnung auf eine Rückkehr des langjährigen Erfolgstrainers Thomas Schaaf machen - als technischer Direktor. Eine entsprechende Meldung des Weserkuriers scheint sich zu konkretisieren. Denn in der jüngeren Vergangenheit hat eine Satzungskommission Verbesserungsvorschläge für die personellen Strukturen bei Werder entwickelt und dem Präsidium vorgelegt.


Der Vorstand stellt diese Vorschläge auf der Mitgliederversammlung am 20. November zur Abstimmung. Wird der Antrag auf Satzungsänderung angenommen, dann unterstehen Sportchef Frank Baumann künftig nicht nur die Profis, sondern auch das Nachwuchsleistungszentrum und die U23.

Es gilt als wahrscheinlich, dass Baumann sich für die Aufgabenfülle kompetente Unterstützung ins Boot holt. "Wenn der Posten eines Technischen Direktors geschaffen wird, dann wäre Thomas Schaaf natürlich ein idealer Kandidat", so Baumann zum kicker. Vom Verein kommt auf SPORT1-Anfrage kein entschiedenes Dementi, sondern ein "dazu können wir Ihnen nichts sagen". Der Posten könnte auch ohne Umstrukturierung geschaffen werden.

Zudem wäre die Tätigkeit unabhängig von der aktuellen sportlichen Situation, wie auch Schaaf betont. "Ich will mich nicht bei Trainer Alex Nouri einmischen, sondern strukturelle Aufgaben übernehmen", meinte Schaaf zur Bild: "Wichtig wäre es mir, die Vereins- und Spielphilosophie zu verbessern". Der 56-Jährige hofft, dass die Verantwortlichen Nouri das Vertrauen aussprechen. "Der Verein hat sich für Nouri als Trainer entschieden und sollte deshalb den Weg mit ihm weitergehen", so Schaaf, der eine mögliche Rückkehr als "interessante Aufgabe" bezeichnet.

Schaaf war von 1999 bis 2013 Chefcoach bei Werder und holte mit den Norddeutschen vier nationale Titel, darunter das Double 2004. Bei seinen folgenden Stationen als Trainer von Eintracht Frankfurt und Hannover 96 war der große Erfolg ausgeblieben.