Schützen: Eine Königin als König

Drei Tage lang feierte die St.-Donatus-Bruderschaft rund um den Pfarrsaal am Pater...

Bei der Pescher St.-Donatus-Bruderschaft gelten strenge Regeln. Zumindest, was die Bezeichnung des obersten Würdenträgers angeht. Denn auch weibliche Amtsträger tragen den Titel Schützenkönig - und nicht Königin. Im Sprachgebrauch bleibt's also beim König. Basta! Alexandra Klöcker nimmt's gelassen. Bereits beim Schützen- und Kirchweihfest im vergangenen Jahr schoss die 26-jährige städtische Beamtin den Vogel ab. Der 285. Schuss aus ihrem Luftgewehr ließ damals die letzten Fetzen des Balsaholz-Getiers zu Boden fallen.

Immerhin sind die Pescher Schützen in dieser Hinsicht ihrer Zeit ein Stück voraus. Vor vielen Jahren schon hatten sie beschlossen, das Wettschießen um die Königswürden um ein volles Jahr vorzuverlegen, damit sich der neue König (oder die Königin) in Ruhe auf das repräsentative Amt im Folgejahr vorbereiten kann. Für Alexandra Klöcker begann die offizielle Regentschaft im Kölner Norden also erst jetzt, beim 62. Fest der Donatus-Schützen. Im Verein ist sie seit 14 Jahren Mitglied, wurde zweimal Pescher Jugendprinz und einmal Bezirksprinz.

Höhepunkt des dreitägigen Festes rund um den Festsaal am Pater-Adam-Müller Platz war neben ihrer Inthronisierung der Festumzug samt Krönungsparade. Abordnungen von acht befreundeten Bruderschaften und vier Musikkorps beteiligten sich am Umzug durch die Pescher Straßen.

Die Würdenträger

Für das Jahr 2018/2019 wird Waltraud Proch die Bruderschaft als König repräsentieren. König der Könige wurde Roswitha Gabriel, Schülerprinz René Buhl. Ausgezeichnet wurden zudem: Johann Hintzen und Heinz Worms für ihre 60-jährige Mitgliedschaft, Friedrich Fischenich für 50, Günther Dumke und Manfred Wienbrandt für jeweils 25 Jahre. (meu)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta