Schätzung für 2017: Weniger Hopfen in Deutschland

dpa-AFX

WOLNZACH (dpa-AFX) - Der Verband Deutscher Hopfenpflanzer erwartet für das laufende Jahr eine deutlich geringere Ernte als 2016. Rund 33 000 Tonnen Hopfen können voraussichtlich geerntet werden, wie der Verband am Freitag in Wolnzach mitteilte. Das sind 23 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Fast die gesamte Menge entfällt auf das größte Hopfenanbaugebiet Deutschlands, die Hallertau in Bayern.

Grund für die negativen Schätzungen sind unter anderem die aktuelle Hitze und der wenige Regen. Während sich zwar die Anbaufläche in der Hallertau vergrößert hat, gaben zugleich 19 Betriebe in der Region den Anbau auf.

Sorgen um die Bierproduktion seien aber nicht angebracht, heißt es beim Deutschen Brauer-Bund. "Hopfen wird in der Regel über mehrjährige Vorverträge gehandelt. Die Versorgung der Brauereien ist somit längerfristig sichergestellt", erklärt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes. Die meisten Brauereien verfügten über ausreichende Vorräte und könnten so auf die Jahr für Jahr unterschiedlichen Ernteszenarien flexibel reagieren.