Schäfer-Gümbel: Bei SPD-Neuanfang muss es auch um Umgang gehen

dpa-AFX

WIESBADEN (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Querelen in der SPD muss deren Neuanfang aus Sicht des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel über personelle Fragen hinausgehen. "Es wird auch um Fragen des Umgangs und der politischen Kultur gehen müssen", schrieb der hessische SPD-Chef am Samstag auf Twitter. Das habe nach seinem Eindruck "auch die übergroße Mehrzahl verstanden".

Noch-Parteichef Martin Schulz hatte am Freitag nach massivem Druck seiner Partei den Verzicht auf den Posten des Außenministers erklärt, den er zuvor für sich reklamiert hatte. Nach der Bundestagswahl im September hatte er noch ausgeschlossen, in ein Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einzutreten.

"Ich habe oft Tage, die anders verlaufen als geplant. Tage wie gestern bleiben hoffentlich die Ausnahme zu dieser Einsicht", schrieb Schäfer-Gümbel dazu. Es sei ein "harter Tag" für die SPD gewesen. "Wir werden einerseits zügig und andererseits gründlich über das weitere Vorgehen beraten."

Nach Angaben von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil werden die Führungsgremien der Partei am Dienstag zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.