Saudischer Staatsfonds erwägt Thyssen-Nucera-Beteiligung: Kreise

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(Bloomberg) -- Saudi-Arabiens Public Investment Fund erwägt informierten Kreisen zufolge den Kauf einer Beteiligung an der Wasserstoff-Sparte der Thyssenkrupp AG. Die Investition würde sich einfügen in die Bemühungen des Königreichs, auf umweltfreundlichere Formen der Energieerzeugung umzuschwenken.

Der Staatsfonds befindet sich in einem frühen Stadium der Prüfung einer möglichen Investition in die Thyssenkrupp-Tochter Nucera, berichten Personen, die mit den Überlegungen vertraut sind und nicht namentlich genannt werden wollen. Der Industrie- und Stahlkonzern bereitet derzeit einen bis zu 5 Milliarden Euro schweren Börsengang der Sparte vor, wobei er die Kontrolle behalten will.

Die Überlegungen sind noch im Gange, und es ist nicht sicher, dass PIF die Investition tätigen wird, hieß es. Ein Sprecher von Thyssenkrupp bekräftigte die Börsen-Pläne für Nucera, wollte sich zu einem möglichen saudischen Interesse aber nicht äußern. Ein Sprecher von PIF reagierte nicht sofort auf Bitten um eine Stellungnahme.

Nucera baut Anlagen, die Wasserstoffgas aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind erzeugen. Wasserstoff wird ohne Treibhausgasemissionen in Strom umgewandelt, wenn er durch eine Brennstoffzelle geleitet oder in einer Turbine verbrannt wird, und kann auch zur Energiespeicherung verwendet werden.

Thyssenkrupp arbeitet bereits mit Saudi-Arabien zusammen, um eine Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff zu bauen, die das 500-Milliarden-Dollar-Megaprojekt Neom - eine neue Stadt, die an der nordwestlichen Küste des Königreichs am Roten Meer entsteht - mit Strom versorgen soll.

Überschrift des Artikels im Original:

Saudi Wealth Fund Said to Weigh Stake in Thyssen Hydrogen Unit

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©2022 Bloomberg L.P.

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