Saudi-Arabien: Staatsbürgerschaft für einen Roboter

Felix Knoke
Sophia-Roboter

Bloomberg nennt es "eine surreale Szene vom Davos in der Wüste" des Königreichs Saudi-Arabien: Im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung, bei dem auch die ganz neue zu errichtende Stadt Neom angekündigt wurde, wurde mitgeteilt, dass ein Roboter (Siliziumherz, Frauenkörper aus Plastik) die saudische Staatsbürgerschaft erhalten solle.

Der Roboter wurde neben einem holographischen Löwen und einer virtuellen Achterbahn bei der Future Investment Initiative des Saudi Public Investment Fund ausgestellt. Hergestellt wurde er von Hanson Robotics, einer Roboter-Firma aus Hong Kong. Man kennt ihn zum Beispiel aus der Tonight Show mit Jimmy Fallon:

"Danke, Königreich Saudi-Arabien", soll der Roboter Sophia auf die gute Nachricht geantwortet haben. "Es ist ein historischer Moment, der erste Roboter in der Welt zu sein, dem die Staatsbürgerschaft verliehen wird."

Roboter sollen eine "große Sache" in Neom werden, eine für 500 Milliarden Dollar errichtete Industrie- und Handelszone im Nordwesten Saudi-Arabiens. Die japanische SoftBank Group Corp ist einer der Investoren.

Laut einer Pressemitteilung des saudischen Zentrums für internationale Kommunikation (CIC) gebe es über die Robo-Staatsbürgerschaft "nichts zu lachen".

Bloomberg, CIC