Saudi-Arabien plant Mega-Wirtschaftszone am Roten Meer

Wirtschaftskonferenz "Future Investment Initiative"

Auf einer Fläche dreimal so groß wie Zypern soll in Saudi-Arabien eine gigantische Wirtschaftszone entstehen. Bis zu 500 Milliarden Dollar (425 Milliarden Euro) will die saudische Regierung in diese Zone namens Neom am Rande des Roten Meeres investieren, wie Kronprinz Mohammed bin Salman am Dienstag ankündigte. Von Energie, Wasser, Biotechnologie und Ernährung über Medien bis hin zu Unterhaltung soll Neom verschiedenen Wirtschaftszweigen Raum bieten.

Geschäftsführer des Projekts soll der ehemalige Siemens-Chef Klaus Kleinfeld werden, wie Prinz Mohammed mitteilte. Für die Mega-Wirtschaftszone soll offiziellen Angaben zufolge ein "separater Ordnungsrahmen" gelten, losgelöst von den strengen Gesetzen Saudi-Arabiens.

Prinz Mohammed steht sowohl dem saudischen Wirtschafts- als auch dem Entwicklungsrat vor. Im vergangenen Jahr startete der Kronprinz ein umfangreiches Reformprojekt: Im Rahmen von "Vision 2030" soll Riad seine Wirtschaft und Gesellschaft umfassend modernisieren und so unabhängiger vom Erdölgeschäft werden. Im August verkündete Saudi-Arabien bereits ein gigantisches Luxusprojekt für Touristen, bei dem 50 Inseln im Roten Meer in Luxusresorts verwandelt werden sollen.