Saudi-Arabien: Nationaltrainer Pizzi verteidigt Leihmodell

Trotz WM-Aus: Saudi-Arabien verlängert Vertrag mit Pizzi

Nationaltrainer Juan Antonio Pizzi hat die umstrittenen Leihen von saudi-arabischen Spielern nach Spanien vehement verteidigt. "Sie haben 100-prozentig davon profitiert. Das war eindeutig die richtige Entscheidung. Wir haben gesehen, dass sie sich entwickelt haben", sagte Pizzi vor dem sportlich bedeutungslosen dritten Gruppenspiel gegen Ägypten am Montag (16.00 Uhr/ZDFinfo) in Wolgograd. Beide Teams sind nach zwei Niederlagen in der Gruppe A bereits ausgeschieden.
Insgesamt neun saudi-arabische Spieler waren Anfang des Jahres nach Spanien gewechselt, um dort Erfahrungen zu sammeln. In Salem Al-Dawasari (FC Villarreal), Yahia Al-Shehri (CD Leganes) und Fahad Al-Muwallad (UD Levante) schafften es allerdings nur drei in den WM-Kader, in ihren Klubs kamen sie über wenige Kurzeinsätze nicht hinaus.
Die Klubs mussten dabei weder Leihgebühren noch Gehälter der Spieler zahlen. Medienberichten zufolge erhielten sie sogar Prämien, ohne den Spielern eine Einsatzgarantie zu geben. Die spanische Fußballervereinigung kritisierte das Vorgehen scharf, da das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt werde.
"Ich hoffe, das wird wiederholt, nicht nur in Spanien. Das ist nicht nur ein Beitrag zur persönlichen Entwicklung der Spieler, sondern auch der Nationalmannschaft", sagte Pizzi.
Der gebürtige Argentinier betonte, gegen Ägypten seine stärkste Mannschaft auf den Platz schicken zu wollen. "Ich werde die Spieler aufstellen, die am besten in den Matchplan passen. Das Spiel ist enorm wichtig für uns, für alle Menschen in Saudi-Arabien", sagte er.