Saudi-Arabien investiert 34 Milliarden Dollar in Kultur- und Freizeitzentren

Projektleiter Ahmed Chatib in Riad

Saudi-Arabien hat den Startschuss für den Bau neuer Kultur- und Freizeitzentren gegeben. Bis 2020 sollen 34 Milliarden Dollar (28,4 Milliarden Euro) in das "Projekt Lebensqualität 2020" investiert werden, wie Projektleiter Ahmed Chatib am Donnerstagabend in der Hauptstadt Riad sagte. 13,3 Milliarden Dollar steuert der Staat bei, der Rest soll aus der Privatwirtschaft und von ausländischen Investoren kommen. In den neuen Sportanlagen, Kinos, Theatern und Kulturzentren sollen 300.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Pläne sind Teil der "Vision 2030", mit der Kronprinz Mohammed bin Salman einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformkurs in dem erzkonservativen Königreich eingeleitet hat. In den vergangenen Wochen eröffneten bereits die ersten Kinos, die erste arabische Modewoche wurde veranstaltet, und es gab öffentliche Konzerte.

Die neuen Kultur- und Freizeitzentren, darunter auch ein großes Schwimmbad, sollen nun für eine bessere Lebensqualität in Saudi-Arabien sorgen: Das Land will erreichen, dass drei saudiarabische Städte in die Liste der hundert lebenswertesten Städte der Welt aufgenommen werden. Das Projekt werde "zur Zufriedenheit der Saudiaraber beitragen und sie dazu ermuntern, in ihr Land zu investieren und hier zu bleiben", sagte Chatib.

An der Auftaktveranstaltung in Riad nahmen auch internationale Gäste wie US-Schauspielerin Katie Holmes, Ex-Fußballstar Thierry Henry und der britische Serienstar Idris Elba teil.

Am Samstag hatte König Salman bereits den Startschuss für den Bau eines riesigen Freizeitparks gegeben. Das 334 Quadratkilometer große Areal südwestlich von Riad soll so etwas wie das Disneyland Saudi-Arabiens werden und mit Themenparks, Sporteinrichtungen und Kulturzentren bis 2030 jährlich 17 Millionen Besucher anziehen.