Sauberkeit: Berliner Schulen sagen schmutzigen Toiletten den Kampf an

Schüler der Mendelgrundschule demonstrieren für eine saubere Schule

Mit Eimer, Besen und Putzlappen protestieren die Kinder der Mendel-Grundschule in Pankow für saubere Klassenräume und Toiletten. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist in Berlin ein Dauerproblem: die zuverlässige Reinigung der Schulgebäude.

Seit Jahren kämpfen die Eltern an der Mendel-Schule für mehr Sauberkeit, jedoch ohne Erfolg. Stattdessen putzen viele nach der Arbeit gemeinsam mit den Lehrern selbst die Klassenräume. "Die Tische werden sonst nie abgewischt, ebenso wenig wie Türen oder Fensterbänke", sagt Stefan Sonntag von der Gesamtelternvertretung. Mehr als ein kurzes Durchwischen der Räume könne die Reinigungsfirma nicht leisten. Spielecken verdrecken, Regale stauben zu, Mülleimer bleiben oft ungeleert.

Mängel werden meistens nur kurzfristig behoben

Regelmäßig hätten Eltern, Hausmeister und Schulleiterin Mängel aufgenommen und weitergeleitet. Im vergangenen Schuljahr musste sogar eine Toilette vorübergehend vom Gesundheitsamt gesperrt werden. Weil sie über lange Zeit so verschmutzt war, half nur noch eine extra Grundreinigung. Kurzfristig würden die Mängel dann nach den Beschwerden auch behoben, bis sich wieder der alte Zustand einstelle, sagte der Elternvertreter.

Stefan Sonntag hat einen dicken Aktenordner unterm Arm, der sämtlichen Schriftverkehr dokumentiert, ebenso wie die zahlreichen Sitzungen der Elternvertreter dazu. Er kennt die Ausschreibungen, die Verträge und die Muster. Und er ist sich sicher, dass der Fehler im System liegt. Tatsächlich ...

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