Satire-Petition zur Abspaltung von Küstenregion von Katalonien macht Furore

Eine satirische Online-Petition zur Abspaltung der katalanischen Küstenregion von Katalonien macht im Internet Furore. Sie gehört zu den meistdiskutierten Themen im Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter

Eine satirische Online-Petition zur Abspaltung der katalanischen Küstenregion von Katalonien macht im Internet Furore: Am Dienstag gehörte die Petition zu den meistdiskutierten Themen im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Binnen drei Tagen wurde sie bereits von mehr als 20.000 Menschen unterzeichnet.

Die Petition fordert die Abspaltung der spanientreuen Region rund um die Großstädte Tarragona und Barcelona vom Rest Kataloniens, das die Abspaltung von Spanien fordert. Dabei machen sich die Verfechter der fiktiven Region Tabarnia die Argumente der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter zu eigen: Tabarnia sei "eine Region, die sich in vielen Aspekten vom Rest der Region unterscheidet, zu der sie gehört".

Bei der Parlamentswahl in Katalonien hatten die prospanischen Parteien in der vergangenen Woche rund 52 Prozent der Stimmen erhalten, knapp 48 Prozent gingen an die Unabhängigkeitsbefürworter. Wegen einer Besonderheit des Wahlrechts werden jedoch die Stimmen aus ländlichen Regionen - wo die Unabhängigkeitsgegner ihre Hochburg haben - stärker berücksichtigt als in den großen Städten, wo die prospanischen Parteien siegten. Daher stellen die Unabhängigkeitsbefürworter die Mehrheit der Abgeordneten im neuen katalanischen Parlament.

"Unsere Stimmen zählen drei- bis viermal weniger als die aus (den ländlichen Provinzen) Girona und Lleida" beklagten die Initiatoren der Petition. Sie beanspruchen für sich "das Recht zu entscheiden, ob wir eine neue spanische Region bilden wollen, die uns von der separatistischen Bedrohung trennt".