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Satire über Deutschlands großen Medienskandal: Das sind die Heimkino-Highlights der Woche

Der Journalist Juan Moreno, der einen der größten deutschen Medienskandale überhaupt aufdeckte, wird in "Tausend Zeilen" zu Juan Romero - gespielt von Elyas M'Barek.  (Bild: Warner Bros. / Marco Nagel)
Der Journalist Juan Moreno, der einen der größten deutschen Medienskandale überhaupt aufdeckte, wird in "Tausend Zeilen" zu Juan Romero - gespielt von Elyas M'Barek. (Bild: Warner Bros. / Marco Nagel)

"Tausend Zeilen", "Black Panther: Wakanda Forever" und "Emily": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Er ist hoch angesehener Redakteur, ein vielfach ausgezeichneter Journalist, dessen fesselnde Reportagen zeitweise zu einem Aushängeschild des "Spiegel" wurden - und dann war alles nur erfunden? Nicht alles, aber manches, wie man inzwischen weiß. Aus dem Fall Relotius erwuchs 2018 der größte deutsche Medienskandal der jüngeren Vergangenheit, der Schaden wird noch lange nachwirken - Stichwort "Lügenpresse". Ein Thema, über das sich leicht scherzen lässt? Wohl kaum. Und dann kommt ausgerechnet ein Spaßvogel wie Michael "Bully" Herbig und macht einen Film daraus: "Tausend Zeilen" erscheint nun ebenso wie der Marvel-Hit "Black Panther: Wakanda Forever" und dem Filmdrama "Emily" auf DVD und Blu-ray.

Mit "Tausend Zeilen" verfilmte Michael Bully Herbig den größten deutschen Medienskandal der jüngeren Vergangenheit. (Bild: Warner Bros.)
Mit "Tausend Zeilen" verfilmte Michael Bully Herbig den größten deutschen Medienskandal der jüngeren Vergangenheit. (Bild: Warner Bros.)

"Tausend Zeilen" (VÖ: 2. März)

Die Geschichte, die Michael Herbig in "Tausend Zeilen" erzählt, baut in erster Linie auf dem Buch "Tausend Zeilen Lüge" auf, einem Tatsachenbericht von Juan Moreno. Er war es, der Claas Relotius zuerst offen infrage stellte und die Sache dann auch trotz massiver Widerstände aufdeckte. Im Film, der mit leicht abgewandelten Namen arbeitet (das Magazin "Spiegel" heißt hier auch nicht "Spiegel", sondern "Chronik"), wird dieser Juan Moreno zu Juan Romero, gespielt von Elyas M'Barek. Relotius heißt nun Lars Bogenius, er wird verkörpert von Jonas Nay. Bogenius ist mit seinen Reportagen so etwas wie ein Star in der Redaktion des "Chronik"-Magazins. Dieser Ausnahme-Journalist, ein Lügner? Niemand glaubt Juan Romero, als er erstmals auf Unstimmigkeiten in Bogenius' Texten hinweist. Zu ungeheuerlich wirken seine Anschuldigungen. Doch Romero lässt nicht locker, recherchiert auf eigene Faust weiter, stößt auf neue Ungereimtheiten - bis zu dem Punkt, an dem auch die "Chronik"-Chefetage nicht mehr wegsehen kann.

Preis DVD: circa 13 Euro

DE, 2022, Regie: Michael Herbig, Laufzeit: 89 Minuten

Nach dem Tod von "Black Panther"-Hauptdarsteller Chadwick Boseman musste vieles umgeschrieben werden. Nun herrscht Angela Bassett als Ramonda über den fiktiven afrikanischen Staat Wakanda. (Bild: Disney / 2022 Marvel)
Nach dem Tod von "Black Panther"-Hauptdarsteller Chadwick Boseman musste vieles umgeschrieben werden. Nun herrscht Angela Bassett als Ramonda über den fiktiven afrikanischen Staat Wakanda. (Bild: Disney / 2022 Marvel)

"Black Panther: Wakanda Forever" (VÖ: 2. März)

Der überraschende Tod von Hauptdarsteller Chadwick Boseman warf einen großen Schatten auf die Entstehung des zweiten "Black Panther"-Films "Wakanda Forever", vieles musste umgeschrieben werden. Allerdings: Dass die weiblichen Figuren aus dem fiktiven afrikanischen Königreich Wakanda diesmal eine größere Rolle spielen würden, hatte sich schon vorher angedeutet. Königin Ramonda (Angela Bassett) tritt an die Stelle des verstorbenen Königs T'Challa (Boseman), ihr zur Seite stehen unter anderem Tech-Genie Shuri (Letitia Wright), Elitekämpferin Nakia (Lupita Nyongo'o) und Generalin Okoye (Danai Gurira). "Black Panther" erzählte 2018 von einem futuristischen afrikanischen Staat, der sich und seine überlegene Technologie lange vor der restlichen Welt versteckt hielt. Nunhat sich das vormals isolierte Königreich Wakanda geöffnet - Wakanda sucht seinen Platz in der Weltpolitik, es geht um globalen Frieden und Fortschritt. Vor dem Hintergrund bahnt sich aber auch neuer Ärger mit einem alten Feind an, dem von König Namor (Tenoch Huerta) angeführten Unterwasser-Volk Talocan. Am Ende, man kann es sich denken, wird es nicht bei diplomatischen Streitgesprächen bleiben.

Preis DVD: circa zehn Euro

US, 2022, Regie: Ryan Coogler, Laufzeit: 155 Minuten

Mit "Black Panther: Wakanda Forever" kehrt eine der erfolgreichsten Marvel-Figuren der jüngeren Vergangenheit auf die Kinoleinwand zurück.  (Bild: Disney / Marvel)
Mit "Black Panther: Wakanda Forever" kehrt eine der erfolgreichsten Marvel-Figuren der jüngeren Vergangenheit auf die Kinoleinwand zurück. (Bild: Disney / Marvel)

"Emily" (VÖ: 3. März)

Emily Brontë war eine britische Schriftstellerin des frühen 19. Jahrhunderts. Ihr einziger Roman "Sturmhöhe", der unter dem Pseudonym Ellis Bell verfasst wurde, zählt bis heute zu den Klassikern der englischsprachigen Literatur. Die Filmbiografie "Emily" nähert sich nun den Anfängen des jungen literarischen Genies: Emily (Emma Mackey) wächst als Pfarrerstochter zusammen mit ihren Schwestern Charlotte (Alexandra Dowling) und Anne (Amelia Gething) sowie ihrem Bruder Branwell (Fionn Whitehead) in Haworth, einer kleinen Stadt im englischen Yorkshire, auf. Die Familie hat wenig Geld, sodass Emily wie ihre ältere Schwester als Gouvernante zum Lebensunterhalt beitragen soll. Doch die junge Frau hat andere Pläne: Sie liebt es, sich Geschichte auszudenken. Als Frau bereitet sie mit dieser Leidenschaft nicht nur ihrer Familie, sondern auch ihrem Hauslehrer William Weightman (Oliver Jackson-Cohen), zu dem sie sich hingezogen fühlt, Angst.

Preis DVD: circa 13 Euro

GB, 2022, Regie: Frances O'Connor, Laufzeit: 125 Minuten

Emily Brontë (Emma Mackey) liebt es zu schreiben. Ihr unter dem Pseudonym Ellis Bell verfasster Roman "Sturmhöhe" zählt zu den Klassikern der britischen Literatur. (Bild: Capelight Pictures / Michael Wharley 2019)
Emily Brontë (Emma Mackey) liebt es zu schreiben. Ihr unter dem Pseudonym Ellis Bell verfasster Roman "Sturmhöhe" zählt zu den Klassikern der britischen Literatur. (Bild: Capelight Pictures / Michael Wharley 2019)