Das steckt hinter Guardiolas merkwürdigem Ausraster

Kai Hartwig
Manchester Citys Trainer Pep Guardiola schnappt sich nach Schlusspfiff Southamptons Nathan Redmond

Nach dem Last-Second-Sieg von Manchester City gegen den FC Southampton hat der Coach der Citizens, Pep Guardiola, mit einer wilden Aktion gegen einen gegnerischen Spieler für Aufregung gesorgt.

Der Katalane stürmte nach Abpfiff wie von der Tarantel gestochen auf Nathan Redmond zu. Guardiola redete heftig gestikulierend und mit hoch erregtem Gesichtsausdruck auf den ehemaligen englischen Nationalspieler in Reihen Southamptons ein.

Obwohl Raheem Sterling in der sechsten Minute der Nachspielzeit für das hochüberlegene City den vielumjubelten Siegtreffer erzielt hatte, wurde der ehemalige Bayern-Coach nach Spielende zur Furie. Guardiola schubste den Flügelflitzer der Saints mehrfach und warf ihm ein paar "Nettigkeiten" an den Kopf. 

Redmond blieb äußerlich ruhig, antwortete dann kurz mit vorgehaltener Hand auf die Tiraden des spanischen Star-Coaches, der sich eigentlich schon abgewendet hatte. Das brachte Guardiola offensichtlich erneut zur Weißglut. Er drehte sich wieder um, baute sich ein weiteres Mal vor dem Außenstürmer auf, machte eine abfälligen Armbewegung und schrie Redmond an.


Guardiola: "Habe ihm gesagt, wie gut er ist" 

Die beiden Streithähne gingen danach ihres Weges in Richtung Kabine. Auf die Frage, was genau ihn so auf die Palme gebracht habe, meinte Guardiola nach dem Spiel: "Ich habe Nathan Redmond gesagt, wie gut er ist. Southampton hat einige super talentierte Spieler, Redmond ist so gut im Eins gegen Eins." 

Doch Guardiola übte auch Kritik am Gegner. "Sie wollten nicht spielen, sie haben von der neunten Minute an Zeit geschunden. Ich wollte nur, dass sie spielen", gab der exzentrische Trainer einen Einblick, was wirklich hinter seinem Ausraster stehen dürfte.