SAP nach den Zahlen: Das sagen die Analysten

Michel Doepke
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SAP bleibt nach dem Kauf ein Kauf

Das DAX-Unternehmen SAP hat sich im vierten Quartal nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Doch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr macht Mut, die seit langem kritisierten Margen sollen endlich wieder anziehen. Nach den Zahlen haben sich bereits viele Analysten zu Wort gemeldet und eine aktualisierte Einschätzung zur SAP-Aktie abgegeben.

SAP im Analysten-Check

Commerzbank-Analyst Thomas Becker hält derweil an seinem Votum "Hold" mit einem Zielkurs von 99 Euro fest. Das SAP-Schlussquartal sei etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben, das Cloud-Geschäft habe sich allerdings ordentlich entwickelt. Erstmals seit Mai 2013 soll die Umsatzrendite auf das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern wieder zulegen.

Independent Research bleibt ebenfalls bei der bisherigen Einschätzung. Das Kursziel beziffert Experte Markus Friebel auf 97 Euro, unverändert lautet die Einstufung "Halten". Aufgrund des starken Euro sei der Umsatz im Schlussquartal weniger stark gestiegen als angenommen. Auch die operative Ergebnisentwicklung liege unter den bisherigen Schätzungen. Friebel betont, dass die SAP-Aktie vergleichsweise hoch bewertet sei.

Bullish bleibt indes die US-Investmentbank Goldman Sachs: Nach wie vor bleibt SAP ein Teil der "Conviction Buy List", Analyst Mohammed Moawalla reduzierte jedoch das Kursziel von 121 Euro auf 117 Euro. Nach den Zahlen berücksichtige der Experte eine höhere effektive Steuerquote sowie aktualisierte Schätzungen der Wechselkurseffekte.

Chartbild eingetrübt

Seit Jahresbeginn kann die SAP-Aktie von einem positiven Marktumfeld nicht profitieren. Mit dem Rutsch unter die 200-Tage-Linie hat der DAX-Titel bereits im Januar ein Verkaufssignal generiert. Dennoch: Langfristig bleiben die Aussichten für die Walldorfer unverändert gut. Investierte Anleger halten an den Papieren trotz des eingetrübten Chartbildes fest. Neueinsteiger warten eine erfolgreiche Zurückeroberung der Signallinie ab.