Fix! Mega-Tausch macht Sanchez zum Zasterkönig

Ljubo Herceg, Martin Hoffmann
Sanchez-Mkhitaryan-Tausch-Deal fix

Die Premier-League-Klubs FC Arsenal und Manchester United haben den Tausch von Alexis Sanchez und Henrikh Mkhitaryan offiziell bestätigt.

Nach langem Hin und Her ist der Transfer-Wahnsinn um den chilenischen Nationalspieler endlich beendet. Sanchez spielt ab sofort im Old Trafford, während der Ex-Dortmunder Mkhitaryan (beide 29) nun für die "Gunners" auflaufen wird.

Sanchez erhält bei United einen Vertrag über viereinhalb Jahre und steigt Medienberichten zufolge zum bestbezahlten Profi der Liga auf: Sein Wochengehalt soll sich auf 500.000 Pfund (567.000 Euro) belaufen - hochgerechnet: 29,5 Millionen Euro pro Jahr!

Mkhitaryan bekommt laut Klub-Mitteilung einen "langfristigen Vertrag".


Kurioser Endspurt

Eine der letzten Hürden, die vorher überwunden werden mussten: Sanchez fehlte britischen Medienberichten zufolge eine verlängerte Arbeitserlaubnis, die jeder Profi auf der Insel benötigt.

In Liverpool wurden nun kurioserweise sowohl Sanchez als auch Mkhitaryan kurz nacheinander gesichtet, wie sie jeweils auf dem Weg waren, ihre Arbeitserlaubnis zu verlängern. Fotos des Termins gingen am Montag durch die Medien. Die Verkündung des Deals war dann perfekt orchestriert: Beide Klubs setzten um Punkt 19 Uhr zeitgleich Tweets ab.

Es folgte ein Multimedia-Feuerwerk mit vorproduzierten Fotos und Videos (Sanchez als Piano-Spieler!), das deutlich machte, dass der Wechsel offensichtlich längst eingetütet war und nur noch an den Formalitäten hing.



Alexis Sanchez wollte eigentlich zu ManCity

Arsenal-Star Sanchez wollte eigentlich zu Manchester City wechseln. Auch Pep Guardiola wollte Sanchez unbedingt. Doch Arsene Wenger ließ ihn nicht zu den "Citizens" ziehen.

So schnappte sich Jose Mourinho den Chilenen und gab dafür Mkhitaryan als Tauschobjekt her. Der Armenier pendelte zuletzt nur noch zwischen Bank und Tribüne und suchte daher schnellstmöglich das Weite. (Datencenter: Spielplan/Ergbenisse der Premier League)

Bei Sanchez klang es am Ende des wendungsreichen Deals trotzdem so, als hätte er nie etwas anderes gewollt. "Ich bin begeistert, mit dem größten Klub der Welt anzuschließen", hielt er fest. Und: "Die Möglichkeit, in diesem historischen Stadion zu spielen, konnte ich nicht ablehnen."

Mkhitaryan gab sich ebenfalls beseelt: "Ein Traum wird wahr, ich habe immer davon geträumt für Arsenal zu spielen. Jetzt wo ich hier bin, werde ich mein Bestes geben, für diesen Klub Geschichte zu schreiben."


Bringt Mkhitaryan Arsenal auf Trab?

Mkhitaryan soll zusammen mit dem deutschen Weltmeister Mesut Özil Arsenal wieder in die Champions League führen. Dafür müssten die sechstplatzierten Londoner aber eine super Rückrunde hinlegen, um Tottenham und Liverpool noch in der Tabelle zu überholen.

Bei Arsenal dürfte Mkhitaryan auf seinen alten BVB-Kollegen Pierre-Emerick Aubameyang treffen, der sich mit den "Gunners" schon einig sein soll. Ebenso auf den früheren BVB-Chefscout Sven Mislintat, der seinem neuen Arbeitgeber sowohl Mkhitaryan als auch Aubameyang an Herz gelegt haben soll (Datencenter: Tabelle).

Das leer ausgegangene ManCity verkündete am Montagabend allerdings auch eine Schlüsselpersonalie: Regisseur Kevin De Bruyne bleibt dem Klub bis 2023 treu.