Hier ist das Samsung Galaxy Note 8 (UPDATE)

Thaddeus Herrmann
Ein erster Blick auf das Galaxy Note 8


Noch vor wenigen Monaten hätte man sich kaum vorstellen können, dass Samsung wirklich den Mut haben würde, die Note-Reihe fortzuführen statt das Stylus-Smartphone still zu Grabe zu tragen. So kann man sich irren. Anfang 2017

verkündete das Unternehmen, weiterhin Note-Geräte auf den Markt bringen zu wollen und hier ist das erste Ergebnis nach dem Reset: das Galaxy Note 8. Gerade in New York vorgestellt, soll das neue Telefon am 15. September in den Handel kommen, Vorbestellungen werden ab sofort entgegengenommen.


Das Note 8 ist mit dem größten Display ausgestattet, das Samsung bislang überhaupt in einem Telefon verbaut: 6,3", natürlich Super-AMOLED, natürlich in Quad HD+, also mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440. Auch wenn das Smartphone ob des praktisch rahmenlosen Infinity-Displays nicht übermäßig groß wirkt: Klein geht anders. Aber das weiß man, wenn man sich für ein Gerät der Note-Reihe interessiert. Samsung verbaut 6 GB RAM, als OS kommt Android 7.1.1 zum Einsatz: Für den Umstieg auf Oreo hat die Zeit wohl nicht mehr gereicht. Der interne Speicher liegt bei 64, 128 oder 256 GB. Das Note 8 wiegt 195 Gramm, der Akku hat eine Kapazität von 3.300 mAh, im Chassis blieb dankenswerterweise Platz für einen microSD-Steckplatz.



UPDATE:


Das Note 8 kostet in Deutschland 1.000 Euro. Dafür bekommt man 6 GB RAM, 64 GB internen Speicher und den aus dem Galaxy< S8 bekannten Exynos-Prozessor.



Das Galaxy Note 8 ist auch das erste Smartphone von Samsung, das mit einer Dual-Kamera ausgestattet ist. Dass der Fingerabdrucksensor wie schon beim Galaxy S8 neben der Kamera angebracht ist, dürfte viele irritieren, nun gilt es damit umzugehen. Die Kamera hat zwei 12-MP-Sensoren, einmal mit Zoom, einmal regulär mit einer Blende von f/1.7. Ein erster kurzer Test unserer Reporter vor Ort bescheinigt diesem Setup eine gute Foto-Qualität, auch der zweifache optische Zoom liefert solide Ergebnisse. Keine große Überraschung – Samsung hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit guten Kameras und der angeschlossenen Software überzeugt, beim erstmaligen Einsatz einer Dual-Kamera geht alles glatt. Beide Linsen sind zudem optisch stabilisiert. Natürlich beherrscht auf diese Kamera den Porträt-Modus mit verschwommenem Hintergrund. Neu bei Samsung ist hingegen, dass man den Grad der Unschärfe selber bestimmen kann. Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite hat 8 Megapixel, ebenfalls mit f/1.7





Das Note 8 ist mit einem USB-Type-C-Port ausgestattet und IP68-zertifiziert.



Beim S Pen hat sich Hardware-seitig wenig bis gar nichts getan im Vergleich mit dem Stift, der dem Note 7 beilag. Unterstützt werden nach wie vor 4.096 Druckstufen. Neuigkeiten gibt es natürlich bei der Software und den Einsatzmöglichkeiten des S Pen. Interessant ist "Live Messages". Hier kann das Schreiben einer Nachricht aufgezeichnet, auf ein Foto gelegt und das Ergebnis als animiertes GIF exportiert werden. Bedenken sollte man dabei jedoch, dass die so erzeugten GIFs bis zu 20 MB groß sein können und so beim Verschicken ordentlich Daten schlucken.



In Textdokumenten mit dem S Pen markierte Sätze und Passagen können nun direkt übersetzt werden. Bislang war dieses Feature auf einzelne Worte beschränkt. Neuigkeiten gibt es auch bei den Split-Screen-Möglichkeiten. Auf dem Note 8 können nicht nur zwei parallel auf dem Display betrieben werden – wie auf anderen Android-Telefonen auch –, diese App-Mischungen können als Art Preset definiert und gleichzeitig gestartet werden.



Mit dem Note 8 scheint Samsung eine vernünftige Weiterentwicklung Wiedergeburt der Phablet-Reihe gelungen zu sein. Wie gut sich das Gerät im Alltag schlägt, muss sich in ersten längeren Tests herausstellen.



Samsung