Samstag, 10. März 2018: Was Sie heute wissen müssen

Trump nennt Voraussetzungen für Treffen mit Kim Jong-un. Bauern fordern Noten für glückliche Schweine und NRW-Ministerpräsident Laschet äußert sich erstmals zur Essener Tafel – das sind die wichtigsten News des Tages.

Trump nennt Bedingungen fürs Treffen mit Nordkorea. (Bild-Copyright: Evan Vucci/AP Photo)

Trump nennt Bedingungen für Treffen mit Kim Jong-un

Nach der Ankündigung, dass es bis Mai ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un geben soll, rudert US-Präsident Donald Trump nun zurück. Für die Zusammenkunft nennt er einige Voraussetzungen. Trumps Sprecherin Sarah Sanders teilte am Freitag mit: “Sie haben eine Denuklearisierung versprochen, sie haben einen Stopp der Atom- und Raketentests versprochen. Wir werden kein derartiges Treffen haben, bis wir konkrete Taten sehen, die zu den Worten und der Rhetorik Nordkoreas passen.

Könnten diese Vorbedingungen womöglich die Gespräche zwischen den USA und Nordkorea im Wege stehen? “Der Präsident ist voller Hoffnung, dass wir Fortschritte machen können. Wir verhandeln aus einer Position der Stärke, anders als Nordkorea”, betonte Sanders.

Trump selbst zeigte sich auf Twitter zuversichtlich, was das Treffen mit Kim Jong-un betrifft.


“Der Deal mit Nordkorea befindet sich noch in der Entstehung und wird, falls erfüllt, ein sehr guter für die Welt sein. Zeitpunkt und Ort sind noch offen.”

Bauernverband schlägt Notensystem für tierfreundliche Haltung vor

Bauernverband schlägt Notensystem für glückliche Tiere vor. (Bild-Copyright: Iordache Magdalena/ddp Images)

Die neue GroKo will die tierfreundliche Haltung von Schweinen, Rindern und anderen Fleischlieferanten fördern. Der Bauernverband schlägt dafür ein Notensystem vor. “Damit können wir Transparenz und Vertrauen schaffen”, sagt Bauernpräsident Joachim Rukwied. “Der Verbraucher soll selbst entscheiden können, welches Produkt er kauft.”

Es könne ein Modell mit mehreren Stufen geben. Stufe 1 sei gesetzlicher deutscher Standard. Stufe 2 seien höhere Standards, beispielsweise mehr Platz im Stall. Stufe 3 sei Premium, wo die Tiere auch Auslauf ins Freie hätten, erklärt Rukwied. “Und 0 ist alles, was nicht deutscher gesetzlicher Standard ist.” Zusätzlich könnte es noch eine Herkunftskennzeichnung geben. “Zum Beispiel D-D, das heißt, das Ferkel kommt aus Deutschland, und gemästet wurde das Schwein dann auch in Deutschland”, so der Bauernpräsident.

Die künftige Bundesregierung aus Union und SPD will ein staatliches Tierwohl einführen. Landwirte, die daran teilnehmen wollen, sollen dann mehr Platz für Schweine im Stall schaffen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußert sich zur Essener Tafel

Laschet äußert sich zur Essener Tafel. (Bild-Copyright: Dominique Ecken/ddp Images)

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich erstmals zur Debatte um die Essener Tafel geäußert, die mit einem vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer eine bundesweite Diskussion ausgelöst hatte. Seiner Meinung nach seien einzelne junge Flüchtlinge nicht auf die Essensausgabe an Tafeln angewiesen. Die Unterhaltssätze für gerade in Deutschland angekommene, junge Flüchtlinge seien “in hohem Maße ausreichend”, so Laschet.

Die Tafeln seien eigentlich für andere gedacht, wie etwas bedürftige Rentner und Alleinerziehende. Man müsse die Gruppen definieren, die wirklich Hilfe brauchen, sagt der CDU-Politiker. “Das ist im Zweifel nicht der gerade angekommene Flüchtling, denn der kriegt Hilfe an vielen Stellen. Es gibt keinen Rechtsanspruch darauf, etwas bei einer Tafel zu bekommen.”