Samstag, 07.07.2018: Was Sie heute wissen müssen

Die in einer thailändischen Höhle gefangenen Fußballmannschaft wendet sich mit einem bewegenden Brief an ihre Angehörigen. Der Chef der europäischen Grenzagentur Frontex warnt vor einer neuen Flüchtlings-Hauptroute und Horst Seehofer hat sich mit CSU-Kollege Markus Söder angelegt. Das sind die wichtigsten Nachrichten des heutigen Tages.

In Höhle eingeschlossene Jugendliche melden sich mit Brief

Die in einer thailändischen Höhle gefangenen Jungen haben ihren Eltern einen Brief geschickt. (Bild-Copyright: Royal Thai Navy/Facebook/ASSOCIATED PRESS)

Ihre Rettung verzögert sich weiter, doch die Teenager geben nicht auf: Nun haben sich die in einer Höhle eingeschlossenen Jungen und ihr Trainer mit einem Brief zu Wort gemeldet. Taucher überbrachten den Eltern einen Zettel, auf dem die Mitglieder der Fußballmannschaft notierten: “Macht euch keine Sorgen, wir sind alle stark.” Sie hielten aber auch fest: “Wenn wir hier rauskommen, wollen wir viele Sachen essen. Wir wollen nach Hause, so schnell wie möglich.” Der Trainer des Teams bat die Angehörigen zudem um Verzeihung und versprach, sich gut um die Schützlinge zu kümmern. Wie die Mannschaft aus der Höhle gerettet werden soll, ist derzeit hingegen noch immer unklar.

Frontex warnt vor neuer Flüchtlingsroute

Frontex-Chef Fabrice Leggeri fürchtet eine neue Hauptroute für Flüchtlinge nach Europa. (Bild-Copyright: ASSOCIATED PRESS)

Europas oberster Grenzschützer Fabrice Leggeri schlägt in einem Interview mit der “Welt am Sonntag” Alarm: “Wenn Sie mich fragen, was meine größte Sorge derzeit ist, dann sage ich Spanien”, so der Frontex-Direktor. Dort habe seine Behörde zunehmend irreguläre Grenzübertritte aus Afrika verzeichnet. “Wenn die Zahlen dort so steigen wie zuletzt, wird sich dieser Weg zum wichtigsten entwickeln”, so Leggeri.

Horst Seehofer stritt mit Markus Söder um bayerische Grenzpolizei

Horst Seehofer und Markus Söder fochten offenbar im Windschatten des Asylstreits einen eigenen Kampf aus. (Bild-Copyright: ASSOCIATED PRESS)

Alle Welt verfolgte das Duell gegen die Kanzlerin, doch offenbar hat Horst Seehofer in der vergangenen Woche noch einen weiteren Kampf ausgefochten – und zwar gegen den bayerischen Ministerpräsidenten. Wie der “Spiegel” berichtet, wollte Markus Söder eine bayerische Grenzpolizei einsetzen, um die Grenze zu Österreich zu kontrollieren. Doch aus dem Bundesinnenministerium hagelte es eine Absage an Söders Prestigeprojekt, schließlich seien Grenzkontrollen der Job der Bundespolizei. Es komme nicht infrage, dass zwei Polizeibehörden für dieselbe Aufgabe zuständig seien.