Sammer verteidigt DFB: "Viel zu wenig Unterstützung"

SID
Sammer: Neues Leben nach dem Schlaganfall

Bayern Münchens ehemaliger Sportvorstand Matthias Sammer hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nach den vehementen Angriffen aus Teilen der Fanszene verteidigt. "Was mich aktuell nicht nur irritiert, sondern auch traurig macht, ist, dass der Verband aktuell zu Unrecht am Pranger steht. Der DFB erhält von Fußball-Deutschland viel zu wenig Unterstützung", sagte Sammer (49) bei Eurosport.
Die Wortwahl der Ultras würde in die "total falsche Richtung" gehen. Das sei "ein Unding. Das ist der Deutschen unwürdig. Das Niveau, das im Moment erreicht wird – und in dieser Art und Weise wie der Verband diskreditiert wird – wundert mich schon", sagte der frühere DFB-Sportdirektor Sammer.
Der DFB war auch bei den Bundesligaspielen am Wochenende von Teilen der Fanszene auf Spruchbändern beleidigt worden. DFB-Präsident Reinhard Grindel bekräftigte aber im Konflikt erneut die Gesprächsbereitschaft des Verbandes. "Wir wollen in einen offenen Dialog mit den Fans einsteigen, um gemeinsam für ein positives Stadionerlebnis zu sorgen", sagte Grindel in einem Interview mit der Super Illu.
Wie ernst es ihm mit der Offerte sei, so Grindel weiter, zeige, dass das DFB-Präsidium dem unabhängigen Kontrollausschuss empfohlen hat, bis auf Weiteres beim Sportgericht keine sogenannten Kollektivstrafen mehr zu beantragen.