Sammer: "Nagelsmanns Absage hat Uli Hoeneß imponiert"

Eine junge Generation an Trainer schwappt auf den Markt. Sammer und Hitzfeld beobachten die Entwicklung skeptisch, sehen aber auch Potenzial.

Ottmar Hitzfeld und Matthias Sammer beobachten die Entwicklungen in der Trainerbranche genau. Junge Trainer um Julian Nagelsmann werden zwiegespalten gesehen.

"Er ist wirklich sehr reif, er wird seinen Weg machen", stellt Hitzfeld bei Eurosport über Nagelsmann fest. Der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim ist für ihn gar eine "Ausnahmeerscheinung", die früher oder später beim FC Bayern München als Cheftrainer arbeiten wird.

Diesbezüglich kann Ex-FCB-Sportvorstand Sammer Informationen beitragen: "Die Absage hat Uli Hoeneß irgendwie auch imponiert. Uli hat gesehen, hier ist mit Julian eine Persönlichkeit, die für sich steht, die von sich überzeugt ist, die weiß, was für ihn am besten ist."

Nagelsmann soll Krise bewältigen

Uneingeschränkt glücklich ist Hitzfeld allerdings nicht mit der neuen Generation an Trainern: "Einer oder zwei werden sich durchbeißen. Und der Rest wird plötzlich abgeschoben. [...]  Ich finde, dass Trainer auch wie in der Industrie oder Wirtschaft, eine gewisse Erfahrung vorweisen müssen."

Rückschläge und Krisen müssten bewältigt werden. Das sei auch Nagelsmann noch schuldig: "Es ist schon ein Unterschied, ob ich als Trainer selbst in eine Krise hineingerate und diese selbst bewältige. Das ist ein riesiger Erfahrungsschatz. Von daher glaube ich schon, dass die jungen Trainer noch sehr viel Erfahrung benötigen."

Dementsprechend würde "einige auf der Strecke bleiben." Sammer sieht das ähnlich, lobt aber auch: "Ich glaube, dass die jungen Trainer auf vielen Gebieten heutzutage sehr pfiffig, sehr modern unterwegs sind." Er merkt aber an: "Das ist nicht alles im Fußball."