Sammer über Dortmund: "Tuchel? Bosz? Spieler sind gefordert!"

Die Länderspielpause haben die Dortmunder genutzt, um durchzuschnaufen und an ihrem System zu feilen. Jetzt will das Bosz-Team wieder angreifen.

Matthias Sammer kann die Diskussionen um Borussia Dortmunds Trainer Peter Bosz und dessen System überhaupt nicht nachvollziehen. Der 50-Jährige sieht viel mehr die Mannschaft in der Pflicht.

"Alle haben in der letzten Saison über Thomas Tuchel gesprochen. Jetzt ist es schon wieder der Trainer, Peter Bosz", zeigte sich Sammer bei Eurosport verständnislos. Man könne jetzt nicht auf den Coach losgehen, erklärte Sammer weiter: "Das ist doch Wahnsinn!"

"Ist es nicht irgendwann die Mannschaft, die in einer Saison, in verschiedenen, schwierigen Situationen, schneller Farbe bekennen muss? Um auch zu sagen, hier gibt es Trends, die man ansprechen muss?", so Sammer.

Er sei froh, dass Kapitän Marcel Schmelzer seine Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht hat, ohne dabei jemanden anzugreifen. Dies sei ein Anfang, sei aber womöglich ein paar Spiele zu spät geschehen, meinte der frühere Sportdirektor des FC Bayern.

Sammer nimmt Mannschaft in die Pflicht

"Die Spieler von Borussia Dortmund sind jetzt total gefordert", findet Sammer: "Ich würde einfach mal sagen: Was muss die Mannschaft alles ändern? Wo muss sie sich hinterfragen? Es geht nicht einzig und alleine um die Mentalität, es geht auch um belastungsrelevante Themen. Nur musst du diese auch kommunizieren."

Die Dortmunder haben aus den vergangenen sechs Spielen wettbewerbsübergreifend zwei Niederlagen, drei Unentschieden und nur einen Sieg geholt. Am Samstag steigt der Knaller gegen den FC Bayern .