Salomon Kalou verteidigt Pierre-Emerick Aubameyang: "Man sollte Spielern gestatten, dass sie auch an sich denken"

Aubameyang sorgt in Dortmund derzeit für Kopfzerbrechen. Der Gabuner will offenbar einen Abschied provozieren. Kontrahent Kalou hat Verständnis.

Stürmer Salomon Kalou von Gegner Hertha BSC kann die Handlungen des offenbar wechselwilligen Pierre-Emerick Aubameyangs nachvollziehen. Trainer Peter Stöger bei Borussia Dortmund hat den Gabuner derweil begnadigt.

"Sie sind ein sehr gefährliches Team, weil sie in einem Spiel auch mal fünf Tore schießen können", sagt Kalou gegenüber T-Online über Borussia Dortmund. Diese Offensivgefahr geht nicht zuletzt auf Aubameyang zurück, der derzeit allerdings alles andere als pflegeleicht ist.

Kalou: Aubameyang passt gut in die Premier League

Der Gabuner blieb einer Teamsitzung fern, deutete einen Flirt mit London an und zeigte sich bislang wenig einsichtig. Kalou kann das Verhalten aber verstehen: "Man sollte Spielern gestatten, dass sie auch an sich denken. Wenn er die Dinge tut, um seine Karriere voranzubringen, dann werde ich ihn dafür nicht verurteilen."

Der Herthaner kann sich einen Wechsel seines Kollegen nach England gut vorstellen: "Falls er tatsächlich weg will und der Verein bereit ist, ihn für gutes Geld ziehen zu lassen, würde es bestimmt funktionieren. Mit seinem Tempo passt er gut in die Premier League."

BVB-Coach Peter Stöger hat derweil erneut über die Verfehlungen von Aubameyang hinweg gesehen und sieht in ihm eine Option für das Freitagsspiel (20.30 Uhr im LIVETICKER). Der 28-Jährige hatte in den letzten Tagen normal mit dem Team trainiert. 

"Ich habe am Montag ein Gespräch mit ihm gehabt. Das war absolut in Ordnung. Das war ein Gespräch, wo er noch mal gesagt hat, dass es ihm leid tut", wird Stöger in der Bild zitiert. Der Österreicher ist ohnehin bemüht, das Thema Aubameyang in diesen Tagen entspannt anzugehen.