Salihamidzic wutentbrannt: Die Hintergründe zum Bayern-Aus für Dr. Braun

Andre Oechsner
90Min

​ Neun Jahre lang arbeitete Dr. Volker Braun in der medizinischen Abteilung des FC Bayern. Am Montag gab der deutsche Rekordmeister in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Orthopäde und Unfallchirurg um die Aufhebung seines Vertrags bat. Doch aus welchen Gründen folgte die Trennung nach jahrelanger Zusammenarbeit?


(Foto: Getty Images)

Nach Informationen der Bild war Sportdirektor Hasan Salihamidzic einer derjenigen, die als treibende Kraft bei der Trennung von Dr. Volker Braun agierten. Die Gründe hierfür seien zu viele Fehldiagnosen und längere Ausfallzeiten von Spielern, die vorher in diesem Ausmaß nicht eingeplant waren. Das Fass zum Überlaufen brachten offenbar zwei Untersuchungen am Sonntag.

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Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt könnte wieder bei den Bayern übernehmen (Foto: Getty Images)



Jérôme Boateng und David Alaba ließen sich aufgrund von muskulären Problemen im Oberschenkel mittels MRT untersuchen. Brauns Diagnose lautete Hinrunden-Aus – für beide Spieler. Im Anschluss wurde das Duo vom ehemaligen Bayern-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in dessen Praxis untersucht. Diagnose: lediglich eine Muskelverhärtung.

Als Sportchef Salihamidzic über die Fehldiagnose informiert wurde, soll er Braun daraufhin angeschrien haben und mit Vereinspräsident Uli Hoeneß die Trennung vorangetrieben haben. Sowohl Cheftrainer Jupp Heynckes als auch der Rest des Vorstands bewegte offenbar nichts, um sich gegen eine vorzeitige Trennung zu stemmen. Als heißester Kandidat auf die Nachfolge gilt Müller-Wohlfahrt, der bereits jahrzehntelang als Bayern-Arzt praktizierte.