Salihamidzic äußert sich zu Kane

Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat das Thema Robert Lewandowski für abgeschlossen erklärt und gleichzeitig eine klare Erwartungshaltung an Trainer Julian Nagelsmann formuliert. (Bundesliga: Eintracht Frankfurt - FC Bayern, Fr. ab 20.30 Uhr im LIVETICKER)

„Für vier Positionen könnten wir vier nahezu gleich gute Spieler einwechseln. So viel offensive Qualität ist in Europa selten zu finden. Es ist jetzt die Aufgabe des Trainers und seines Teams, das zu moderieren“, sagte Salihamidzic der Süddeutschen Zeitung. (BERICHT: Salihamidzic gesteht Fehler ein)

Auch sein Verhältnis zu Lewandowskis Berater Pini Zahavi, den Hoeneß im Doppelpass auf SPORT1 einst als „geldgierigen Piranha“ beschimpft hatte, bezeichnete Salihamidzic als völlig in Ordnung.

„Ich habe gar nichts gegen Pini. Der macht seinen Job. Wir haben einen guten Draht zueinander. Jede Verhandlung ist natürlich hart, aber manchmal kann man mit ihm besser reden als mit manch anderem“, sagte der Bayern-Sportvorstand. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Harry Kane zu Bayern? „Das sind Gerüchte“

Salihamidzic sieht auch keine Not darin, einen Lewandowski-Ersatz zu verpflichten: „Ich bin nicht böse, wenn es vorne ein paar Tore weniger sind, aber wir dafür hinten ein paar weniger kassieren. Das würde uns guttun.“ (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Beim 5:3-Erfolg im DFL Supercup gegen RB Leipzig hat die Marschroute „ein paar weniger kassieren“ noch nicht so gut geklappt - dafür war positiv zu sehen, dass sich fünf unterschiedliche Spieler in die Torschützenliste eingetragen haben.

Dennoch gibt es weiter Gerüchte, dass Harry Kane im nächsten Sommer ablösefrei nach München kommen soll. „Das sind Gerüchte. Wir gehen jetzt erst einmal einen anderen Weg. Manchester City und Liverpool sind jahrelang ohne Neuner erfolgreich gewesen“, stellte der 45-Jährige aber klar. (Kane zu Bayern? Das steckt dahinter)

Salihamidzic: „Bis dahin war oft ich der Böse ...“

Salihamidzic „freut sich sehr“, dass sich das Blatt in der öffentlichen Wahrnehmung in diesem Transfer-Sommer geändert hat: Bis dahin war ja oft ich der Böse gewesen, wenn es um den Umbau der Mannschaft ging: Robben und Ribéry weg, Hummels weg, Boateng weg, Alaba weg.“

Er fügte hinzu: „Wir haben insgesamt plötzlich kein gutes Bild mehr abgegeben.“ Damit das nicht erneut passiert, wollen sich die Verantwortlichen um Vorstandschef Oliver Kahn und ihn künftig öffentlich häufiger zu Wort melden. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Wir haben uns in den letzten Jahren oftmals nicht zu Vorwürfen geäußert, wir haben in Debatten nicht eingegriffen, zu selten unsere Sichtweise erklärt. Das war ein Fehler, vielleicht haben wir diese Thematik unterschätzt. Das machen wir inzwischen komplett anders. Wir werden dagegenhalten, wenn wir uns falsch verstanden fühlen, und unsere Entscheidungen offen erklären“, sagte Salihamidzic.

Nagelsmann, der sich in der vergangenen Saison oft als einziger zu vielen kritischen Themen äußern musste, soll in dieser Hinsicht entlastet werden: „Wir werden da sicher etwas verändern und uns bei besonderen Themen auch mal in die Pressekonferenzen setzen.“

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