Salesforce hebt nach Slack-Übernahme Prognose deutlich an

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Der Zukauf von Slack kostete Salesforce 27 Milliarden US-Dollar.
Der Zukauf von Slack kostete Salesforce 27 Milliarden US-Dollar.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Salesforce hat nach der Übernahme des Bürochat-Anbieters Slack seine Prognose angehoben. Der SAP-Konkurrent rechnet nun mit rund 26,3 Milliarden US-Dollar Erlös bis Ende des Geschäftsjahres. Das sind in etwa 600 Millionen Dollar mehr als bislang erwartet. Im Vorjahreszeitraum erzielte das Unternehmen 21,25 Milliarden Dollar. Der Zukauf von Slack, der größte in der Firmengeschichte, war erst kürzlich über die Bühne gegangen, und kostete Salesforce 27 Milliarden Dollar.

Salesforce profitiert auf dem Markt für Kundenmanagement-Software vom Trend zum Homeoffice. Unternehmen setzten dadurch verstärkt auf Rechnerkapazitäten und Anwendungen aus der Cloud. Daran soll sich, so Experten, auch durch fortschreitende Impfkampagnen nichts ändern. Die Aktie von Salesforce ist seit dem offiziellen Beginn der Pandemie um mehr als 75 Prozent gestiegen. [Mehr bei Handelsblatt, Wall Street Journal und CNBC]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Viele Menschen haben genug vom Angestelltendasein, wollen lieber ihr eigener Chef sein und träumen vom Leben als Gründer. Eine gute Idee reicht für eine Gründung aber nicht aus. Unsere Experten verraten, wann der richtige Zeitpunkt zur Gründung ist und was sonst zu beachten ist. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Western Digital, die Festplatten- und Speicherfirma aus dem kalifornischen San Jose, ist laut dem Wall Street Journal in fortgeschrittenen Gesprächen zur Übernahme des japanischen Halbleiterkonzerns Kioxia. Den 20 Milliarden US-Dollar schweren Deal, der noch im September abgeschlossen werden könnte, will Western Digital aus den eigenen Aktien finanzieren. Kioxia ist einer der weltweit führenden Hersteller von Speicherchips. Die Aktie von Western Digital reagierte auf die Nachricht mit einem Kurssprung von 7,8 Prozent. [Mehr bei Wall Street Journal und Bloomberg]

Onlyfans zieht sein Porno-Verbot zurück. Vor wenigen Tagen hatte die Plattform nach Druck von Geschäftspartnern, wie von Gründerszene berichtet, ein Verbot pornografischer Inhalte ab Oktober angekündigt. Nun dürfen Nutzer auch in Zukunft weiterhin sexuell explizite Fotos und Videos hochladen. Das Unternehmen sagte, die Änderungen seien nicht mehr notwendig, weil die Partner im Bankenbereich ihre weitere Unterstützung zusicherten. [Mehr bei The Information und Axios]

Technologieunternehmen wie Apple, Google und Microsoft haben nach einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus am Mittwoch versprochen, die US-Cybersicherheit zu stärken. Die Zusagen variieren je nach Unternehmen, reichen jedoch von Milliardenausgaben für Cyber-Infrastruktur bis hin zu Lieferkettenhilfe und Bildung. Anlass des Treffens waren die jüngsten Cyberangriffe gegen US-Regierungsbehörden und Energieinfrastrukturen wie die Colonial Pipeline. Daran beteiligt waren die Geschäftsführer von Alphabet, Amazon, Microsoft, IBM und Apple, sowie Vertreter anderer Branchen wie Energie und Bildung. [Mehr bei CNBC und The Verge]

Investitionen und Übernahmen: Discord, eine beliebte Chat-Plattform, bekommt neue Mittel in Höhe von 500 Millionen US-Dollar. Dabei wird das Unternehmen, wie Bloomberg berichtet, mit 15 Milliarden Dollar bewertet. Die in Kalifornien ansässige Salatkette Sweetgreen, die mehr als 120 Standorte in den USA betreibt, will das Bostoner Küchen-Roboter-Startup Spyce übernehmen. Sweetgreen plant, die Technologie von Spyce in seine Restaurants zu integrieren. Details zum Deal wurden nicht bekannt. Headspace, das geführte Meditationsprogramme und digitale Einschlafhilfen bietet, fusioniert mit Ginger, einem Unternehmen, das kürzlich von Investoren wie der Blackstone Group mit einer Milliarde US-Dollar bewertet wurde. Das zusammengeschlossene Unternehmen Headspace Health kommt auf einen Wert von etwa drei Milliarden Dollar. [Mehr bei Bloomberg, Techcrunch und Bloomberg]

Brex, das Startups hohe Kreditlinien und Software zur Verwaltung ihrer Finanzen bietet, hat einen neuen 150-Millionen-US-Dollar-Fonds zur Risikofinanzierung bekannt gegeben. Die neu aufgelegte Brex Venture Debt will Unternehmen in der Anfangsphase eine alternative Finanzierungsoption anbieten. Im April sammelte Brex 425 Millionen Dollar bei einer Bewertung von mehr als 7,4 Milliarden Dollar. [Mehr bei CNBC]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Das Fintech Taktile sammelt in einer Seed-Finanzierungsrunde 4,7 Millionen US-Dollar ein, umgerechnet knapp vier Millionen Euro. Lead-Investor ist der Londoner Wagniskapitalgeber Index Ventures. Die Software des Fintechs soll Banken und Versicherern helfen, ihre Kunden besser zu verstehen. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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