Ägypten dementiert Gerüchte um Salah-Rücktritt

Der ägyptische Fußball-Verband dementiert Rücktrittsgerüchte um Mohamed Salah

Der ägyptische Fußballverband EFA hat die Rücktrittsgerüchte um Superstar Mohamed Salah dementiert. "Die Berichte, dass Salah weg will, sind komplett falsch", zitierte die BBC den Verband.

Dem Fernsehsender CNN teilte die EFA mit: "Wir sind überrascht. Wir sind immer darüber informiert, wenn er irgendwelche Entscheidungen trifft. Er hat dies nie mit einem unserer Delegationsmitglieder diskutiert."

Am Sonntag hatten sowohl CNN als auch ESPN unter Bezug auf anonyme Quellen berichtet, dass Salah nach der WM über das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere nachdenken wolle.

Salah zum Ehrenbürger Tschetscheniens ernannt

Grund sei die politische Vereinnahmung durch den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow während des WM-Aufenthalts des ägyptischen Teams in Grosny.

In Grosny hatte der Verband zum Entsetzen von Menschenrechtsorganisationen sein WM-Hauptquartier aufgeschlagen. Kadyrow werden Mord, Folter und Verfolgung von Minderheiten zur Last gelegt.


Während des Aufenthalts hatte Kadyrow die Nähe Salahs gesucht und ihn zum Ehrenbürger Tschetscheniens ernannt. "Ich weiß nicht, ob Salah populistisch ausgenutzt wurde", hatte Cuper zuvor am Sonntag erklärt: "Die FIFA hat uns einige Möglichkeiten angeboten, und wir haben Grosny gewählt. Das ist alles."

Geburtstagstorte von Kadyrow

Bereits vor Turnierbeginn hatte Kadyrow die Nähe des Torjägers gesucht. Er besuchte die erste Trainingseinheit der Ägypter in Grosny und ließ sich mit Salah fotografieren.

Zu Salahs 26. Geburtstag am 15. Juni schickte der Machthaber dem Vernehmen nach eine große Geburtstagstorte ins Teamhotel.


Am Montag (ab 16 Uhr im LIVETICKER) steht für Ägypten in Wolgograd das sportlich unbedeutende dritte Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien auf dem Programm. Beide Teams können nach zwei Niederlagen nicht mehr das Achtelfinale erreichen.