Sahel-Gipfel berät über Kampf gegen islamistische Milizen

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Das Logo der G5-Sahelstaaten

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron berät ab Montagnachmittag mit den Staatschefs der afrikanischen Sahel-Staaten über die Strategie im Anti-Terror-Kampf. An dem Video-Gipfel der sogenannten G5-Sahelgruppe nimmt am Dienstag auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) teil, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin mitteilte. Auch eine Videobotschaft des neuen US-Außenministers Antony Blinken wird erwartet.

Zur Sahelzone gehören unter anderen die Staaten Burkina Faso, Mali, Tschad und Niger. Die Lage in der Region gilt als äußerst instabil. Dort verüben Dschihadisten-Gruppen und kriminelle Banden immer wieder Angriffe, hinzu kommen Zusammenstöße zwischen Angehörigen verschiedener Ethnien. Seit 2012 gab es tausende Todesopfer.

Beim deutsch-französischen Sicherheitsrat Anfang Februar hatte Präsident Macron mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine enge Abstimmung bei der Sahel-Politik vereinbart. Deutschland ist mit rund 1500 Soldaten an Ausbildungsmissionen der EU und der UNO in Mali und im Niger beteiligt. Frankreich hat derzeit rund 5000 Soldaten zur Terror-Abwehr in der Region stationiert, will die Kampftruppen aber reduzieren.

Auch der neue US-Präsident Joe Biden hat ein verstärktes Engagement für die Krisenregion in Aussicht gestellt. Der Beitrag seines Außenministers Blinken wird deshalb von Paris als "wichtiges Zeichen" gewertet.

lob/cp