Das sagt Löw über die Bayern-Gerüchte

Joachim Löw wurde mit dem FCB in Verbindung gebracht - was ihn aber kalt lässt

Bundestrainer Joachim Löw hat Spekulationen um ein künftiges Engagement bei Rekordmeister Bayern München erneut klar zurückgewiesen.

"Das ist für mich jetzt überhaupt keine Überlegung wert. Natürlich kann ich mir vorstellen, irgendwann einen Verein zu trainieren. Aber es steht die WM bevor und ich habe einen Vertrag beim DFB bis 2020. Im Moment mache ich mir über gar nichts anderes Gedanken als über unsere WM", sagte Löw im ZDF.

Bei den Bayern muss im Sommer ein Nachfolger für Zwischenlösung Jupp Heynckes her. Der Trainingsbetrieb für die Saison 2018/19 beginnt um den 1. Juli, Löw spielt allerdings im Erfolgsfall am 15. Juli noch das WM-Finale.

Zudem gönnt er sich nach Turnieren für gewöhnlich eine Auszeit von mehreren Wochen. Das wird wohl auch im kommenden Sommer so sein, denn Löw erwartet eine "unglaublich schwierige WM." 

Löw fordert absolute Topverfassung

Grund sei die veränderte Ausgangslage. "2014 waren wir gar nicht so im Fokus. Wir haben uns als Team ins Turnier gespielt und uns ständig gesteigert. Jetzt sind wir Weltmeister und Confed-Cup-Sieger, die Nummer eins der Welt. Wir sind die einzige Mannschaft, die schlechter werden kann", sagte Löw. 

Der WM-Titel kann nach Ansicht von Löw auch zur Bürde werden. "Alle anderen werden mit einer unglaublichen Motivation gegen uns antreten. So eine Leistung zu wiederholen, ist wahnsinnig schwer. Wir müssen einen unglaublich starken Kader haben, wo jeder Spieler zu jeder Minute an jedem Tag in einer Topverfassung ist", sagte er weiter. 

Zu diesem Kader wird nach Überzeugung von Löw auch der derzeit verletzte Torhüter Manuel Neuer gehören. "Wenn er im Januar wieder einsteigen kann, hat er vier Monate. Er wird es schaffen, in Form zu kommen. Wir alle würden uns wahnsinnig freuen. Er ist einfach der beste Torhüter der Welt und war für uns ein riesiger Rückhalt", sagte Löw. Der Torhüter von Bayern München ist derzeit wegen eines erneuten Mittelfußbruchs außer Gefecht gesetzt.