Das sagt das Bundeskartellamt - 50+1-Klage: Hasan Ismaik macht ernst

Matthias Eicher

Das Bundeskartellamt befasst sich mit der Beschwerde des Investors gegen 50+1. Dort wird nun geprüft – unklar ist, wie lange das dauert.

München - Einst erklärte er, sie in Ehren zu halten – um sie dann nach und nach zu untergraben und zuletzt massiv zu kritisieren: Hasan Ismaik, Geldgeber des TSV 1860, macht nun endgültig ernst. Der Jordanier klagt gegen die 50+1-Regel.

"Heute habe ich mich entschlossen, die Klage gegen diese aberwitzige 50+1-Regel einzureichen. Ich wollte dies eigentlich nie tun, weil ich die Gesetze in Deutschland immer respektiert habe", schrieb Ismaik am vergangenen Freitag auf Facebook. Durch "die traurigen Ereignisse der letzten Wochen" sehe er sich "leider gezwungen, diesen Weg zu beschreiten", denn die Vereinshoheit garantierende 50+1-Regelung sei "eine Scheinregel, die den deutschen Fußball nicht schützt, sondern ihm extrem schadet". Wie sich nun zeigt, war die Erklärung keine leere Drohung.

Bundeskartellamt bestätigt Eingang der Klage

"Ich kann den Eingang der Beschwerde bei uns bestätigen", erklärte Kay Weidner, Pressesprecher des Bundeskartellamts. Abschätzen, wie lange sich eine Bearbeitung der Unterlagen hinziehe, könne Weidner nicht. Nach AZ-Informationen gibt es in solchen Fälle keinen festgeschriebenen formellen wie zeitlichen Ablauf. In jedem Fall steht nun die Prüfung durch das Kartellamt an.
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