Nagelsmann zu Bayern? Das sagen Flick und Ancelotti

Reinhard Franke, Stefan Schnürle
Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann (l.) im Gespräch mit TSG-Geschäftsführer Sport, Hansi Flick.

"Der FC Bayern würde mich vielleicht noch ein Stück glücklicher machen."

Mit seinen Aussagen zum Rekordmeister hat Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann mächtig Staub aufgewirbelt. "Meine Frau und mein Kind ziehen demnächst nach München. Wir bauen dort ein Haus. Wir haben eine familiäre Verbindung dorthin, das ist unsere Heimat", sagte der 30-Jährige bei Eurosport.

Die TSG-Verantwortlichen sehen die Perspektive Nagelsmanns im Kraichgau realistisch.

Nagelsmann "geht nicht in Hoffenheim in Rente"

"Die immer wieder aufflammenden Spekulationen über Julians Zukunft nehmen wir gelassen und mittlerweile mit einer gewissen Routine zur Kenntnis", sagte Hoffenheims Geschäftsführer Sport Hansi Flick auf SPORT1-Anfrage. "Dass Julian Nagelsmann bei uns nicht in Rente gehen wird, ist uns bewusst und wir freuen uns, dass er in so jungen Jahren schon mit Klubs von Weltklasseformat in Verbindung gebracht wird."


Und weiter: "Dies spricht für unsere Ausbildung und unsere Entscheidung, ihn zum Trainer gemacht zu haben."

Die Aussagen von Nagelsmann sind auch bei Bayern-Trainer Carlo Ancelotti angekommen. Schon seit längerer Zeit läuft für den Italiener beim Rekordmeister nicht mehr alles rund. Nach dem erfolgreichen Champions League-Auftakt gegen den RSC Anderlecht hat Ancelotti zu Nagelsmann Stellung bezogen.

Ancelotti wünscht Nagelsmann "das Beste"

"Ich denke, dass es absolut normal ist, dass ein junger und guter Manager wie Julian einen tollen Klub trainieren will", erklärte der Italiener. "Letztes Jahr habe ich ihm gesagt, dass er in der Zukunft vielleicht einen absoluten Topklub trainieren wird. Ich wünsche ihm nur das Beste."

Julian Nagelsmann hat seinen Vertrag in Hoffenheim erst kürzlich bis 2021 verlängert. Carlo Ancelotti ist noch bis 2019 an den FC Bayern gebunden.