Heynckes-Opfer Sagnol von Bayerns Bossen enttäuscht

Reinhard Franke, Martin Volkmar
Willy Sagnol kam erst im Sommer zum FC Bayern München

Willy Sagnol ist eines der ersten Opfer von Jupp Heynckes beim FC Bayern. Der bisherige Co-Trainer gehört nicht mehr zum Trainerteam des neuen Chefcoachs.

Nach SPORT1-Informationen ist Sagnol darüber alles andere als erfreut. Besonders groß ist die Enttäuschung darüber, dass der Franzose in der Pressemitteilung der Bayern am vergangenen Freitag, in der die Heynckes-Verpflichtung offiziell bestätigt wurde, mit keinem Wort Erwähnung fand. 

Sagnol will mit Bayern-Bossen über Zukunft beraten

Beim 2:2 gegen Hertha BSC hatte er die Mannschaft noch als Interimscoach betreut. Derzeit hält sich Sagnol in seiner Heimat auf, um von dem Trubel der vergangenen Tage abzuschalten.

Der FC Bayern stellt Jupp Heynckes als neuen Trainer vor. SPORT1 überträgt die Pressekonferenz am Montag ab 11.30 Uhr im LIVESTREAM

Kommende Woche will er mit den Bossen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß ein Gespräch über seine Zukunft führen. Wie SPORT1 erfuhr, rechnet Sagnol nach wie vor mit einer weiteren Tätigkeit beim Rekordmeister.

Der Ex-Spieler war erst im Sommer als Assistent von Carlo Ancelotti nach München gekommen und hat noch einen Vertrag bis 2019. 

Statt Sagnol setzt Heynckes bei seinem Comeback auf sein bewährtes Trainerteam, das ihn bei seinem letzten Engagement von 2011 bis 2013 unterstützte.


Peter Hermann (65 Jahre) löste seinen noch bis 2018 laufenden Vertrag als Co-Trainer bei Fortuna Düsseldorf auf, nachdem man sich mit dem FC Bayern finanziell geeinigt hatte. Auch der zweite Co-Trainer ist ein alter Bekannter: Hermann Gerland (63), seit 2009 bis zum Ende der letzten Saison Assistent bei den Profis, lässt bis zum Sommer seinen neuen Job als Chef der FCB-Nachwuchsakademie ruhen. Zusammen ist das Trio 200 Jahre alt.

Komplettiert wird das neue Trainerteam von Fitnesscoach Dr. Holger Broich, den Heynckes ebenfalls aus gemeinsamen Leverkusener Zeiten bestens kennt.