SAF-HOLLAND: Erste neun Monate bestätigen positive Geschäftsentwicklung

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DGAP-News: SAF-HOLLAND SE / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen
15.11.2021 / 07:36
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SAF-HOLLAND: Erste neun Monate bestätigen positive Geschäftsentwicklung
 

- Konzernumsatz steigt von Januar bis September um 30,5 Prozent auf 925 Mio. Euro (Q3 2021: +36,2 Prozent auf 317 Mio. Euro)

- Bereinigte EBIT-Marge nach den ersten neun Monaten bei 7,7 Prozent (Q3 2021: 7,7 Prozent)

- Positiver operativer Free Cashflow trotz nachfragebedingtem Anstieg des Net Working Capital

- Verschuldungsgrad weiter auf 1,59x EBITDA reduziert

- Prognose für Konzernumsatz und EBIT-Marge für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt


Bessenbach, 15. November 2021. Die SAF-HOLLAND SE ("SAF-HOLLAND"), einer der weltweit führenden Zulieferer von Trailer- und Truckkomponenten, hat heute die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate 2021 veröffentlicht.


Alexander Geis, Vorstandsvorsitzender der SAF-HOLLAND SE, sagt: "Die positive Geschäftsentwicklung hat sich auch im dritten Quartal fortgesetzt. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 36,2 Prozent auf 317 Mio. Euro (Vorjahr 232 Mio. Euro) erhöht. Die EBIT-Marge lag im dritten Quartal 2021 mit 7,7 Prozent weiterhin auf einem stabil hohen Niveau. Dieses Ergebnis ist umso höher einzuschätzen, als dass wir weiterhin von den deutlich höheren Stahlpreisen und Frachtraten betroffen waren."
 

"Für das vierte Quartal 2021 rechnen wir mit einer anhaltend hohen Kundennachfrage nach unseren Trailerachsen sowie einer hohen Auslastung der entsprechenden Produktionskapazitäten. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass der Kostendruck durch den beispiellosen Anstieg der Rohstoff- und Frachtkosten hoch bleiben wird und wir die gestiegenen Rohstoffkosten wie üblich erst mit zeitlicher Verzögerung weitergeben können", ergänzt Alexander Geis.
 

Bereinigte EBIT-Marge bei 7,7 Prozent

Der Konzernumsatz lag in den ersten neun Monaten 2021 nachfragebedingt mit 924,8 Mio. Euro um 30,5 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert von 708,7 Mio. Euro. Die Währungskurseffekte beliefen sich auf -24,4 Mio. Euro und resultierten insbesondere aus Währungsveränderungen des US-Dollars, des russischen Rubel und des brasilianischen Real gegenüber dem Euro. Die währungskursbereinigten Erlöse verbesserten sich um 33,9 Prozent.
 

Der Umsatz mit dem Erstausrüstungsgeschäft stieg im Berichtszeitraum Januar bis September 2021 um 34,0 Prozent bzw. 168,5 Mio. Euro auf 664,5 Mio. Euro. Der Umsatzanteil des Erstausrüstungsgeschäfts erhöhte sich von 70,0 Prozent auf 71,9 Prozent. Der Umsatz mit dem Ersatzteilgeschäft stieg um 22,4 Prozent bzw. 47,6 Mio. Euro auf 260,3 Mio. Euro. Der Umsatzanteil des Ersatzteilgeschäfts ermäßigte sich von 30,0 Prozent auf 28,1 Prozent.
 

Das bereinigte Bruttoergebnis verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2021 - im wesentlichen umsatzbedingt - um 31,4 Prozent auf 167,6 Mio. Euro (Vorjahr 127,5 Mio. Euro). Die bereinigte Bruttomarge lag mit 18,1 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums von 18,0 Prozent.

Das bereinigte EBIT belief sich in den ersten neun Monaten 2021 auf 71,3 Mio. Euro (Vorjahr 38,5 Mio. Euro). Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 7,7 Prozent (Vorjahr 5,4 Prozent). Margensteigernd wirkte dabei insbesondere die niedrigere Vertriebs- und Verwaltungskostenquote.
 

Disziplinierte Investitionspolitik mit Schwerpunkt Automatisierung und Optimierung des globalen Produktions-Fußabdrucks

Die Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in den ersten neun Monaten 2021 betrugen 12,8 Mio. Euro (Vorjahr 16,1 Mio. Euro), einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 2,7 Mio. Euro). Davon entfielen auf die Region EMEA 7,7 Mio. Euro (Vorjahr 7,2 Mio. Euro), auf die Region Amerika 2,3 Mio. Euro (Vorjahr 6,7 Mio. Euro) und auf die Region APAC 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 2,3 Mio. Euro). Investitionsschwerpunkte waren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie Optimierung des globalen Produktions-Fußabdrucks. Die Investitionsquote betrug nach den ersten neun Monaten 2021 abrechnungsbedingt nur 1,4 Prozent (Vorjahr 2,3 Prozent), wird sich im Gesamtjahr 2021 jedoch in etwa bei den erwarteten 2,5 Prozent einpendeln.
 

Operativer Free Cashflow trotz nachfragebedingtem Anstieg des Net Working Capital positiv

Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit erreichte in den ersten neun Monaten 2021 einen Betrag von 21,3 Mio. Euro (Vorjahr 79,8 Mio. Euro). Der Rückgang ist insbesondere auf die Veränderung des Net Working Capital als Folge der deutlich anziehenden Geschäftsaktivitäten zurückzuführen.
 

Der Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lag mit -12,0 Mio. Euro um 3,4 Mio. Euro bzw. 22,3 Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert. Der operative Free Cashflow war mit 9,3 Mio. Euro (Vorjahr 64,3 Mio. Euro) positiv. "Im letzten Quartal ist insbesondere saisonal bedingt mit einer deutlichen Entspannung beim Net Working Capital und damit einer entsprechenden Verbesserung des operativen Free Cash Flow zu rechnen", sagt Inka Koljonen, Finanzvorständin der SAF-HOLLAND SE.
 

Verschuldungsgrad weiter verbessert

Im Vergleich zum 31. Dezember 2020 hat sich das Eigenkapital um
53,3 Mio. Euro auf 353,7 Mio. Euro verbessert. Eigenkapitalerhöhend wirkten sich sowohl das Periodenergebnis in Höhe von 37,1 Mio. Euro als auch die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Höhe von 16,2 Mio. Euro aus. Bei einem Anstieg der Bilanzsumme um 11,1 Prozent führte dies zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote von 32,6 Prozent auf 34,6 Prozent.
 

Die Netto-Finanzschulden (inkl. Leasingverbindlichkeiten) haben sich per 30. September 2021 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 um 4,0 Mio. Euro auf 200,7 Mio. Euro leicht erhöht. SAF-HOLLAND verfügte per 30. September 2021 über flüssige Mittel in Höhe von 159,5 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 171,0 Mio. Euro).
 

"Aufgrund der deutlichen Verbesserung des EBITDA ist es uns gelungen, den Verschuldungsgrad im Vergleich zum Jahresende 2020 von 2,40x EBITDA auf einen sehr guten Wert von 1,59x EBITDA deutlich zu reduzieren," ergänzt Inka Koljonen. "Ich gehe davon aus, dass sich diese positive Entwicklung im vierten Quartal fortsetzen wird."
 

Region EMEA: Anhaltend starke Performance

In der Region EMEA verbesserte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2021 insbesondere wegen des deutlich anziehenden Erstausrüstungsgeschäfts und des weiteren Gewinns von Marktanteilen um 34,7 Prozent auf 545,1 Mio. Euro (Vorjahr 404,6 Mio. Euro). Bereinigt um Währungskurseffekte wurde ein Umsatzwachstum von 36,2 Prozent verbucht.


Im Berichtszeitraum Januar bis September 2021 erzielte die Region EMEA ein bereinigtes EBIT von 53,3 Mio. Euro (Vorjahr 35,1 Mio. Euro) und eine bereinigte EBIT-Marge von 9,8 Prozent (Vorjahr 8,7 Prozent). Margensteigernd wirkte sich insbesondere die niedrigere Vertriebskostenquote aus.
 

Region Amerika: Stabile Margenentwicklung

In der Region Amerika erhöhten sich die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2021 wegen des starken Truck OE-Geschäfts und des soliden Ersatzteilgeschäfts um 19,8 Prozent auf 299,9 Mio. Euro (Vorjahr 250,3 Mio. Euro). Die währungskursbereinigten Erlöse verbesserten sich um 27,1 Prozent.
 

Im Berichtszeitraum Januar bis September 2021 erzielte die Region Amerika ein bereinigtes EBIT von 16,4 Mio. Euro (Vorjahr 8,7 Mio. Euro) sowie eine deutlich verbesserte bereinigte EBIT-Marge von 5,5 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent). Margensteigernd wirkte die niedrigere Vertriebs- und Verwaltungskostenquote.
 

Region APAC: Indien und Australien befeuern Umsatz und EBIT-Marge

Die Region APAC erzielte in den ersten neun Monaten 2021 einen Umsatz von 79,7 Mio. Euro (Vorjahr 53,8 Mio. Euro). Die währungskursbereinigten Erlöse erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 49,1 Prozent. Ursache für diesen deutlichen Umsatzanstieg waren insbesondere das stark anziehende Geschäft in Indien und die erfreuliche Nachfrageentwicklung in Australien.
 

Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 6,9 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro. Die bereinigte EBIT-Marge belief sich auf 2,0 Prozent (Vorjahr -9,9 Prozent). Margensteigernd wirkte neben einer deutlich verbesserten Bruttomarge des Erstausrüstungsgeschäfts die niedrigere Vertriebs- und Verwaltungskostenquote.
 

Prognose für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt

Der Vorstand der SAF-HOLLAND SE rechnet auf Grundlage der erwarteten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale (inklusive derzeit absehbarer Geschäftsbeeinträchtigungen durch das Coronavirus SARS-CoV-2) für das Geschäftsjahr 2021 weiterhin mit einem Konzernumsatz in einer Bandbreite von 1.100 Mio. Euro bis 1.200 Mio. Euro.
 

Unter dieser Annahme erwartet SAF-HOLLAND für das Geschäftsjahr 2021 weiterhin eine bereinigte EBIT-Marge von um die 7,5 Prozent.
 

Um die strategischen Ziele zu unterstützen, plant das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021 weiterhin mit Investitionen in einer Größenordnung von um die 2,5 Prozent vom Konzernumsatz. Die Investitionen betreffen schwerpunktmäßig effizienzsteigernde Maßnahmen am Standort Bessenbach sowie die Optimierung des globalen Produktions-Fußabdrucks mit einem neuen Werk in Russland, der Kapazitätserweiterung am türkischen Standort Düzce sowie einer neuen Montagelinie für Sattelkupplungen am mexikanischen Standort Querétaro für das nordamerikanische Ersatzteilgeschäft.

 

Finanzkennzahlen für 9M/2021

Ertragslage

 

 

 

 

 

TEUR

Q1-Q3/2021

Q1-Q3/2020

 

 

 

Umsatzerlöse

924.762

708.698

Bereinigtes Bruttoergebnis

167.563

127.508

Bereinigte Brutto-Marge in %

18,1

18,0

Bereinigtes EBITDA

99.013

65.203

Bereinigte EBITDA-Marge in %

10,7

9,2

Bereinigtes EBIT

71.276

38.536

Bereinigte EBIT-Marge in %

7,7

5,4

Bereinigtes Periodenergebnis

47.410

21.553

Unverwässertes bereinigtes Ergebnis je Aktie in Euro

1,04

0,47

 

 

 

 

Vermögenslage

 

 

 

 

 

TEUR

30.09.2021

31.12.2020

 

 

 

Bilanzsumme

1.022.885

920.486

Eigenkapital

353.738

300.463

Eigenkapitalquote in %

34,6

32,6

Net Working Capital

181.855

114.599

Net Working Capital in % vom Umsatz (LTM)

15,5

11,9

 

 

 

 

Finanzlage

 

 

 

 

 

TEUR

Q1-Q3/2021

Q1-Q3/2020

 

 

 

Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

21.262

79.787

Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit
(Sachanlagen/ Immaterielle Vermögenswerte)

-11.987

-15.426

Operativer Free Cashflow

9.275

64.361

Total Free Cashflow

9.275

43.168

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

159.476

185.118

Netto-Finanzschulden

200.681

232.375

 

 

 

 

Mitarbeiter

 

 

 

 

 

 

Q1-Q3/2021

Q1-Q3/2020

 

 

 

Mitarbeiter zum Stichtag

3.571

3.346

Mitarbeiter (im Durchschnitt)

3.533

3.489

 

 

 

 

 

HINWEIS:
Sämtliche dargestellten Zahlen sind gerundet, geringfügige Abweichungen ergeben sich möglicherweise aufgrund von Additionen zu diesen Beträgen.

Net Working Capital Quote = Verhältnis von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Umsatz der vergangenen zwölf Monate.

Operativer Free Cashflow = Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Netto-Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten abzüglich Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen).


Über SAF-HOLLAND

Die SAF-HOLLAND SE mit Sitz in Bessenbach zählt zu den international führenden Herstellern von fahrwerksbezogenen Baugruppen und Komponenten, vor allem für Trailer und Lkw. Die Produktpalette umfasst neben Achs- und Federungssystemen unter anderem Sattelkupplungen, Königszapfen und Stützwinden, die unter den Marken SAF, Holland, Neway, KLL, V.Orlandi und York vertrieben werden. SAF-HOLLAND beliefert die Fahrzeughersteller in der Erstausrüstung (OEM) auf sechs Kontinenten. Im Aftermarket-Geschäft liefert das Unternehmen Ersatzteile an die Service-Netzwerke der Hersteller (OES) sowie an den Großhandel und mit Hilfe von Verteilungszentren über ein umfassendes globales Vertriebsnetz an Endkunden und Servicestützpunkte. Mit der Innovationsoffensive "SMART STEEL - ENGINEER BUILD CONNECT" verbindet SAF-HOLLAND Mechanik mit Sensorik und Elektronik und treibt die digitale Vernetzung von Nutzfahrzeugen und Logistikketten voran. Rund 3.600 engagierte Mitarbeiter weltweit arbeiten schon heute an der Zukunft der Transportindustrie. Weitere Information erhalten Sie unter: https://corporate.safholland.com/de


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Leiterin Investor Relations, Corporate und ESG Communications
Tel: +49 (0) 6095 301 918

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