Sachsenring-Grand-Prix: SRM reagiert auf ADAC-Meldung

Sebastian Fränzschky

Eine Woche vor dem Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring herrscht große Unsicherheit, wie es mit dem Kultevent in Hohenstein-Ernstthal weitergeht. Seit Ende Mai gibt es einen öffentlichen Schlagabtausch zwischen dem ADAC München und der Sachsenring Rennstrecken Management GmbH (SRM), der am Freitag vor dem Grand-Prix-Wochenende einen neuen Höhepunkt erreichte, als der ADAC erklärte, dass die Verhandlungen abgebrochen wurden.

"Die SRM hat den Vorschlag leider nicht angenommen", hieß es in der Meldung des ADAC. "In Abstimmung mit der Dorna intensivieren wir nun die Gespräche mit anderen Rennstrecken, um sicherzustellen, dass die MotoGP auch in Zukunft in Deutschland zu Gast ist."

Aktuell ist demzufolge unwahrscheinlich, dass die MotoGP auch in der kommenden Saison in Sachsen gastiert. Doch die Verantwortlichen hoffen, das Ruder noch einmal herumreißen zu können. "Die Entscheidung des ADAC, den MotoGP im Jahr 2019 nicht am Sachsenring stattfinden zu lassen, bedauern wir sehr. Der MotoGP ist regional als auch überregional ein herausragendes Motorsportereignis mit einer besonderen Bedeutung für sehr viele Menschen hier in Sachsen", unterstreicht die SRM in einem Statement.

"Wir werden unsere intensiven Bemühungen fortsetzen, den MotoGP in Sachsen zu halten", versprechen die SRM-Verantwortlichen den Fans des Sachsenring-GP. Erneut herrscht Unverständnis in Sachen ADAC. Die SRM würde am liebsten direkt mit der Dorna verhandeln, doch nach wie vor ist der ADAC der Vertragspartner für den Grand Prix in Deutschland.

"Der einseitig durch den ADAC erfolgte Abbruch der seit Wochen laufenden Gespräche zwischen der SRM GmbH und dem ADAC überrascht uns sehr. Obwohl bisher nicht zu allen Punkten eine Einigung erzielt werden konnte, waren die SRM GmbH und die Sächsische Staatskanzlei zuversichtlich, zusammen mit dem ADAC eine einvernehmliche Lösung für eine Fortsetzung des MotoGP auch im Jahr 2019 am Sachsenring zu finden. An den in den letzten Tagen dem ADAC unterbreiteten Gesprächsangeboten halten die SRM GmbH und die Sächsische Staatskanzlei trotzdem fest", heißt es im Statement der SRM.