Sachsen-Anhalt kündigt 2G für Innenräume an

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MAGDEBURG (dpa-AFX) - Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat die Einführung einer flächendeckenden 2G-Regel für Innenräume im Land angekündigt. Sie wolle dem Kabinett vorschlagen, die Vorschriften innerhalb der geschlossenen Räume in bestimmten Bereichen zu verschärfen, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag nach Beratungen von Bund und Ländern. Das sogenannte 2G-Optionsmodell soll demnach in eine Verpflichtung umgeändert werden. Ausnahmen sind für Kinder und Jugendliche unter 18 möglich. Am Abend sollte das Kabinett noch in einer Sondersitzung zusammenkommen und über die Maßnahmen beraten.

Nach Angaben der Ministerin sollen künftig nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt etwa zu Freizeiteinrichtungen und Vergnügungsstätten, Seniorenbegegnungsstätten, Volksfesten und zur Innengastronomie haben. Auch Veranstaltungen ab 50 Personen und nicht berufliche Beherbergungen sollen demnach dann der 2G-Regel unterliegen. Aktuell gilt in Sachsen-Anhalt in Innenräumen durchgehend eine 3G-Pflicht (Zutritt für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete).

Bund und Länder hatten sich zuvor in einer Videoschalte darauf geeinigt, dass ab einer Hospitalisierungsrate von über 3 nur noch Geimpfte oder Genesene (2G) Zutritt etwa zu Veranstaltungen und der Gastronomie haben. Die Hospitalisierungsrate ist die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Bei Überschreiten eines Werts von 6 sollen die Länder in bestimmten Einrichtungen auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich Testnachweise oder andere Maßnahmen vorschreiben (2G plus). Bei Überschreiten des Schwellenwerts von 9 sollen die Länder dann im Parlament härtere Maßnahmen beschließen können.

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