Saarlands Regierungschef warnt vor vorschnellen Lockerungen

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BERLIN (dpa-AFX) - Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat vor vorschnellen Lockerungen in der Corona-Pandemie gewarnt - und dabei auch auf die neue Mutation des Virus verwiesen. Bund und Länder dürften keine weiteren Risiken eingehen, insbesondere mit Blick auf die neue Virus-Mutation B.1.1.7 mit ihrer erhöhten Ansteckungsgefahr, sagte Hans den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

"Unsere Krankenhäuser sind an der Grenze ihrer Belastbarkeit, und ohne eine Verlängerung des Lockdowns bekommen wir die Lage nicht dauerhaft in den Griff." Am Dienstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über das Vorgehen in der Corona-Krise über den 10. Januar hinaus entscheiden. Bis dahin gelten die aktuellen strikten Eindämmungsmaßnahmen.

Die in Großbritannien entdeckte Virus-Mutation war Ende des vergangenen Jahres auch in Deutschland nachgewiesen worden. Sie ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern deutlich ansteckender als die bisher bekannte Version.

Hans sagte, um eine dritte Corona-Welle zu verhindern, müsse man an einem "harten Lockdown" festhalten. "Vorschnelle Lockerungen können uns wieder im Kampf gegen die Pandemie zurückwerfen, das ist die leidvolle Lehre aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres." Um das Infektionsgeschehen überall möglichst gering zu halten, sei auch ein Regelbetrieb an Schulen und Kitas im Januar in der derzeitigen Lage kaum denkbar.