Südkoreas Athleten verpassen Zielvorgabe

Die Athleten des Gastgebers aus Südkorea verpassen das vorgegebene Medaillenziel

Gastgeber Südkorea hat das selbst gesteckte Medaillenziel bei den Heimspielen von Pyeongchang klar verpasst. Die koreanische Rekordzahl von 144 Athleten (inkl. Eishockey) in allen 15 Sportarten brachte es auf nur fünf statt der angestrebten acht Goldmedaillen.

Auch der erhoffte vierte Platz im Medaillenspiegel wurde nicht erreicht. Mit fünf Mal Gold, acht Mal Silber und vier Mal Bronze kam Südkorea auf Rang sieben. Insgesamt 17 Medaillen bedeuteten allerdings Rekord. (Medaillenspiegel der Olympischen Spiele)

Die bisherige Bestmarke des Landes lag bei 14 in Vancouver 2010, wo mit Platz fünf in der Rangliste auch das Top-Ergebnis eingefahren wurde. Damals wurde außerdem der Gold-Rekord von Turin 2006 mit sechs Olympiasiegen eingestellt. In Sotschi 2014 hatte Südkorea mit acht Medaillen (3 Gold/3 Silber/2 Bronze) nur Rang 13 belegt.

Yun schreibt Olympia-Geschichte

Allerdings verzeichnete der Gastgeber auch einige sportliche Erfolge. Yun Sung Bin gewann mit Gold als erster Südkoreaner eine Medaille im Skeleton - mit dem größten Vorsprung der Olympia-Geschichte (1,63 Sekunden). Silber durch Snowboarder Lee Sang Ho im Parallel-Riesenslalom war die erste Schnee-Medaille überhaupt für Südkorea. Und auch Silber im Curling (Frauen) sowie Viererbob war eine Premiere.

Bisher hatte Südkorea bei Winterspielen nur Medaillen im Shorttrack, Eisschnell- und Eiskunstlauf gewonnen. Im Shorttrack war Südkorea bei seinen Heimspielen erfolgreichste Nation (3/1/2), die 19-jährige Choi Min Jeong gewann dort als einzige Koreanerin in Pyeongchang zwei Goldmedaillen.