Südkoreanische Stahlfirma will Joint Venture in Myanmar beenden

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SEOUL (dpa-AFX) - Das südkoreanische Stahlunternehmen POSCO <KR7005490008> Coated & Color Steel will seine Partnerschaft mit einer vom Militär kontrollierten Firma in Myanmar beenden. Angesichts "ernsthafter Vorwürfe" gegen die Myanmar Economic Holdings (Mehl) werde Posco C&C das Joint Venture umstrukturieren, teilte das in Pohang im Südosten Südkoreas ansässige Unternehmen am Freitag mit. "Wir planen, die Geschäftsstruktur durch den Erwerb aller Anteile Mehls zu ändern", erläuterte ein Sprecher. An dem 1997 gegründeten Joint Venture, das Dachmaterialien aus Stahl produziert, hält Posco C&C demnach 70 und Mehl 30 Prozent. Zu den finanziellen Details wurden keine Angaben gemacht.

Nach dem Militärputsch in Myanmar Anfang Februar geriet Posco C&C in Südkorea wegen seiner Geschäfte in dem südostasiatischen Land unter Druck. Dem südkoreanischen Rundfunksender KBS zufolge gab es den Vorwurf, das Unternehmen versorge durch das Gemeinschaftsunternehmen die Militärjunta indirekt mit Geld. Zuletzt hatten die Regierungen der USA und Großbritanniens Mehl auf ihre Sanktionslisten gesetzt.

Der Sprecher von Posco C&C betonte, dass das Unternehmen in Myanmar weiter präsent sein wolle. Es hoffe, "zur Verbesserung der Lebensverhältnisse und der Wirtschaft in Myanmar" beitragen zu können. An Posco C&C ist der südkoreanische Stahlkonzern Posco mit 57 Prozent beteiligt.