Südkorea kündigt schärfere Regeln für Handel mit Krypto-Währungen an

Südkorea, einer der Hotspots des Handels mit digitalen Währungen, hat dafür schärfere Regeln angekündigt und damit den Kurs des Bitcoin auf Talfahrt geschickt

Südkorea, einer der Hotspots des Handels mit digitalen Währungen, hat dafür schärfere Regeln angekündigt und damit den Kurs des Bitcoin auf Talfahrt geschickt. Er fiel am Donnerstag um knapp zwölf Prozent auf 13.827 Dollar (11.633 Euro). Die Digitalwährung war in der vergangenen Woche zeitweise auf über 20.000 Dollar gestiegen.

Die südkoreanische Regierung kündigte an, künftig sei es verboten, anonym Konten für Digitalwährungen zu eröffnen. Ab Januar würden alle derzeit anonym genutzten Konten geschlossen. Die Aufsichtsbehörden bekommen das Recht, den Handel mit Kryptowährungen zu untersagen. Der Kampf gegen Geldwäsche mit Hilfe von digitalen Währungen wird verschärft.

"Wir teilen die Auffassung, dass der Handel mit Kryptowährungen irrational überhitzt", erklärte die Regierung. "Wir können diese anormale Spekulation nicht länger dulden."

Im technikverliebten Südkorea sind Investitionen in Kryptowährungen sehr beliebt. Schätzungen zufolge besitzen fast eine Million Einwohner Bitcoin, die meisten von ihnen aber nur in geringem Umfang. Die Nachfrage ist so hoch, dass der Preis 20 Prozent über dem in den USA liegt, dem weltweit größten Markt für die Währung. In Südkorea wird rund ein Fünftel des weltweiten Handels mit Bitcoin abgewickelt.

Der Bitcoin war 2009 auch als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden, um eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung zu erschaffen. Befürworter argumentieren, dass Bitcoins vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit attraktiver werden könnten. Kritiker bezeichnen die Kryptowährung hingegen nicht zuletzt aufgrund der rasanten Kursentwicklung als reines Spekulationsobjekt.