Söderholm sieht DEB-Training aus Quarantäne

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Bundestrainer Toni Söderholm schaut aus seiner Corona-Quarantäne in München zu, wie sich seine Nationalspieler auf den Deutschland Cup in Krefeld vorbereiten. "Wir sind in total engem Austausch und telefonieren permanent, er kann das Training sehen", berichtete U18-Nationaltrainer Steffen Ziesche, der zusammen mit Thomas Popiesch, dem Chefcoach des DEL-Klubs Fischtown Pinguins Bremerhaven, den Finnen beim Heimturnier vertritt.

Ob Söderholm auch während der Spiele Einfluss nimmt, wird bei der Auftaktpartie am Donnerstag (um 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gegen das eigene Perspektivteam getestet.

"Es gibt Austausch vor dem Spiel und direkt danach", sagte Ziesche, "aber es ist auch möglich, in der Drittelpause zu kommunizieren. Wir müssen mal schauen, wie es funktioniert."

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Besonders gefordert sind die Trainer, weil die Spieler mit völlig unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen angereist sind. Viele hatten seit dem Saisonabbruch im März kein Teamtraining mehr, andere wie Olympia-Silbermedaillengewinner Yannic Seidenberg mit Red Bull München haben schon wochenlang Testspiele bestritten.

"Damit die Beine nicht explodieren"

"Man sollte nicht zu lange auf dem Eis bleiben, damit die Beine nicht gleich explodieren", riet Seidenberg seinen Nationalmannschaftskollegen. "Drei Spiele in vier Tagen - ich hoffe, dass wir die alle überleben", sagte der Berliner Marcel Noebels.

Das Turnier in Krefeld bietet wegen der Corona-Pandemie nur ein Notprogramm. Lettland ist der einzige internationale Gegner, nachdem vier andere Länder ihre Teilnahme abgesagt haben. Zuschauer sind nicht zugelassen. Söderholm fehlt an der Bande, weil er sich Ende der vergangenen Woche mit dem Virus infizierte.

Der Deutschland Cup gilt dennoch als wichtiges Zeichen, "dass das deutsche Eishockey noch lebt", so Seidenberg.

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat ihren Saisonstart bereits zweimal verschoben, ob tatsächlich am 18. Dezember der Spielbetrieb aufgenommen wird, ist aufgrund der großen wirtschaftlichen Probleme noch offen.