Söderholm lässt Zukunft offen

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Söderholm lässt Zukunft offen
Söderholm lässt Zukunft offen

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm hat vor dem Deutschland Cup seine Zukunft noch völlig offengelassen. „Die Frage stellt sich bei mir: Will ich bei der Nationalmannschaft bleiben, oder will ich eher in den Alltag als Vereinstrainer?“, sagte der Finne dem SID. Nach den Olympischen Spielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) und der WM in Finnland (13. bis 29. Mai 2022) läuft der Vertrag des 43-Jährigen aus.

Mit Sportdirektor Christian Künast habe er sich schon ausgetauscht, bestätigte Söderholm: "Wir wollen uns jetzt auf den Deutschland Cup konzentrieren, werden die Gespräche danach aber regelmäßig weiterführen. Man will immer lieber früher als später wissen, was die Zukunft bringt." Er schätze die Arbeit mit der Nationalmannschaft "sehr, es macht wir nach wie unglaublich viel Spaß", betonte Söderholm, der zu Jahresbeginn 2019 die Nachfolge von Marco Sturm angetreten hatte.

Söderholms Bilanz ist hervorragend: Bei seiner ersten WM 2019 führte er das Team nach dem besten Start seit 1930 ins Viertelfinale, im vergangenen Frühjahr sogar in die Runde der letzten Vier. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) stieg erstmals auf Platz fünf in der Weltrangliste.

Ein Ende der positiven Entwicklung der Nationalmannschaft sieht er noch nicht: "Deutschland hat bei weitem noch nicht das Maximum erreicht. Man muss immer ein bisschen das Feuer im Arsch fühlen von denen, die hinter dir kommen, von anderen Nationen. Das Rennen ist sehr, sehr hart, aber das macht den Sport besser. Wir jagen ja auch einige andere Nationen, so gut wir können. Wir müssen schauen, dass wir unseren Platz nicht nur verteidigen, sondern verbessern."

Im September hospitierte Söderholm bei den Florida Panthers, die NHL reizt ihn, daraus macht er kein Geheimnis. "Irgendwo lebt ja der Traum, dass man so hoch wie möglich kommt", sagte er: "Aber es ist kein Gedanke, der mich jeden Tag beschäftigt. Es hat jedoch auf keinen Fall mein Interesse kleiner werden lassen."

Der Einstieg in die NHL sei aber „sehr schwierig“. Er glaube jedoch: „Es ist nicht mehr so weit weg, dass die NHL sich für Trainer öffnet. Die Zeit für die europäischen Trainer wird auch kommen.“

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