Söder: Profi-Fußballer sollen auf Geld verzichten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht den Profifußball in Bezug auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise in der Pflicht, sich selbst zu helfen.

"Ganz ehrlich, es ist nicht die wichtigste und vordringlichste Aufgabe, jetzt dafür zu sorgen, dass die Profivereine wirtschaftlich überleben können", sagte der CSU-Politiker bei Bild und appellierte an den besonders gut bezahlten Teil der Spieler, über einen Gehaltsverzicht nachzudenken.

"Ich fände es zum Beispiel in Ordnung", führte der 53-Jährige aus, "wenn Spieler, die ganz große Gehälter bekommen, zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes ihrem Arbeitgeber gegenüber ein bisschen zurückhaltender wären mit dem Geld."

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Bayerns Ministerpräsident: Solidariät ist gefragt

Angesichts der "vielen Millionen, die da jedes Jahr verdient werden", sei "Solidarität gefragt, nicht nur von den Vereinen, sondern auch von den Spielern".


Jeder könne dazu "seinen Beitrag leisten", sagte Söder, denn "ohne die Vereine, ohne die Akzeptanz in der Bevölkerung, gäbe es auch diese Summen nicht. "Deswegen wäre vielleicht jetzt mal die Idee, dass da jeder seinen Beitrag macht, damit sein Verein, die Liga und der Sport auch dann wieder stattfinden kann, wenn - so hoffen wir - die Krise überwunden wurde", so Bayerns Ministerpräsident.

Die Bundesliga und die 2. Liga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronakrise bis mindestens 2. April.