Söder kritisiert andere Bundesländer: Ernst der Lage nicht verstanden

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert fordert ein Ende des Corona-"Flickenteppichs" - und kritisiert seine Kollegen in anderen Bundesländern.

WURZBURG, GERMANY - OCTOBER 09: Markus Soeder, Governor of Bavaria and lead candidate for the Bavarian Social Union(CSU), the Bavarian Christian Democrats, speaks at a CSU election rally on October 9, 2018 in Wurzburg, Germany. Bavaria is scheduled to hold state elections on October 14. So far the CSU, traditionally Bavaria's strongest party, has seen a sharp drop in the polls, from 44% last May down to 33% this month, a fall that many analysts attribute to a right-wing shift in certain policies by the party leadership that seems to have backfired dramatically. (Photo by Thomas Lohnes/Getty Images)
Markus Söder kritisiert die Corona-Politik seiner Kollegen (Bild: Thomas Lohnes/Getty Images)

Markus Söder (CSU) kritisiert die Corona-Politik seiner Kollegen. "Die Corona-Lage spitzt sich zu, einige Länder haben den Ernst der Lage leider noch nicht verstanden", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe). Zur zuletzt aufgekommenen Debatte um mögliche neue Gespräche zwischen Bund und Ländern zu Corona-Maßnahmen sagte er: "Es braucht nicht ständig neue Gespräche, sondern die konsequente Umsetzung der Notbremse."

Söder forderte, dass die Notbremse überall in Deutschland bei einer Inzidenz über 100 automatisch greifen müsse. "Der Flickenteppich in der Corona-Bekämpfung muss beendet werden, dazu gehören Ausgangsbeschränkungen wie in Bayern und Baden-Württemberg", betonte er. "Die braucht es jetzt in allen Städten und Landkreisen in Deutschland bei einer Inzidenz über 100."

Forderungen werden lauter: Kommt jetzt der harte Lockdown?

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Samstag für Anfang der Woche weitere Gespräche zwischen Bund und Ländern über einen harten Lockdown in Aussicht gestellt, allerdings nicht unbedingt im großen Format. "Wir müssen das auch mit anderen Ländern vorbesprechen, mit dem Bundeskanzleramt. Wir sehen halt, die Zahlen rasen förmlich hoch", sagte Kretschmann er am Samstagabend in Stuttgart. Bei den Gesprächen am Montag und Dienstag müsse man "zu Klarheit kommen".

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