Innogy-Vorstand Bernhard Günther bei Säureattentat schwer verletzt

Der Finanzchef des Energiekonzerns wurde von zwei Männern überfallen. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. Das Motiv bleibt unklar.


Der Essener Energiekonzern Innogy steht unter Schock: Am Sonntagvormittag wurde auf Finanzvorstand Bernhard Günther ein Säureattentat verübt. Der Manager ist schwer verletzt, aber außer Lebensgefahr.

Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. Das Motiv ist aber völlig unklar. Die bislang unbekannten Täter sind weiterhin auf der Flucht. Es gebe bislang keinen neuen Ermittlungsstand, sagte ein Sprecher der Polizei in Düsseldorf am Montagmorgen.

Innogy bestätigte den Anschlag am Abend. „Wir sind tief geschockt. Die Nachricht von dem Anschlag hat uns alle sehr betroffen gemacht“, teilte Uwe Tigges mit, der das Unternehmen seit dem Abgang von Peter Terium kommissarisch führt: „Wir sind in unseren Gedanken bei Bernhard und seiner Familie und wünschen ihm baldige Genesung.“

Günther wurde in eine Spezialklinik gebracht. Sein Gesundheitszustand sei unverändert, sagte der Sprecher der Polizei am Montag.



Nach Angaben der Polizei Düsseldorf und der Staatsanwaltschaft Wuppertal wurde der 51-jährige am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr in der Nähe seines Wohnortes in Haan bei Düsseldorf auf offener Straße von zwei Tätern angegriffen. Den Angaben zufolge übergossen die Täter den Manager „mit einer Flüssigkeit“. Er sei noch bis zu seinem Haus gelaufen, von wo dann die Rettungskräfte alarmiert wurden.

Die Polizei fahndet nach „zwei circa 20 bis 30 Jahre alten Männern mit südländischem Aussehen“. Beim Polizeipräsidium wurde eine Mordkommission eingerichtet, und es wurden Ermittlungen „hinsichtlich eines versuchten Tötungsdeliktes“ aufgenommen.